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| 14:18 Uhr

„Sportliche“ Aufgabe
Herzberg will Haus II als Übergangslösung

Herzberg. Beim Grundschulanbau werden Räume benötigt. Von Birgit Rudow

Der Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Soziales der Stadt Herzberg hat auf seiner Sitzung in der vergangenen Woche den Rundgang des Ausschusses durch drei Kindertagesstätten und das Haus II des ehemaligen Gymnasiums, der im März stattgefunden hatte, ausgewertet. Insgesamt zeigte sich der Ausschuss sehr besorgt über den schlechten baulichen Zustand der Kitas „Märchenland“, „Flax und Krümel“ sowie „Spatzennest“. Ende April soll das Modul 4 der Machbarkeitsstudie zur sozialen Infrastruktur in Herzberg vorliegen, die sich mit den finanziellen Auswirkungen für die Sanierung bzw. den Neubau von Einrichtungen beschäftigt.

Immer noch aus steht die endgültige Entscheidung, ob die Stadt das Haus II vom Kreis erwirbt oder nicht. In der vergangenen Woche gab es noch einmal eine Begehung des Hauses mit Baufachleuten sowie mit der Schul- und Hortleitung der Elsterlandgrundschule. Letztere war auch in der Bildungsausschusssitzung vor Ort. Derzeit ist die Einschätzung so, dass das Haus II als räumlicher Ersatz genutzt werden soll, wenn der Anbau an der Elsterlandgrundschule gebaut wird. Dann herrscht im Schulgebäude starker Raummangel. Vorgesehen ist, dass schon zum Schuljahr 2019/20 die Mädchen und Jungen der 4. bis 6. Klassen in das Haus II umziehen könnten.

Dafür hatte sich auch der Bauausschuss wenige Tage zuvor ausgesprochen. Für das Bauamt wird die Renovierung des Hauses II bis dahin zur „sportlichen“ Aufgabe, so der Bildungsausschussvorsitzende Marco Hammer. Eventuell würde das Haus II auch als Ausweichvariante benötigt, wenn größere Bauarbeiten an Kitas anstehen. Der Bauausschuss hatte in nicht öffentlicher Sitzung zum Erwerb des Hauses vom Landkreis beraten. Der angebotene Verkaufspreis wurde als fair eingeschätzt, hieß es im Bildungsausschuss. Wie die RUNDSCHAU bereits im Dezember 2016 geschrieben hat, soll es sich um einen Ertragswert von 43 000 Euro handeln.