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| 05:57 Uhr

Mehrere Termine geplant
Storchenberingung hat begonnen

 Von wegen Ring drum und fertig. Holger Teichert nimmt bei den Jungvögeln außerdem noch sorgsam Maß.
Von wegen Ring drum und fertig. Holger Teichert nimmt bei den Jungvögeln außerdem noch sorgsam Maß. FOTO: Ulf Lehmann
Herzberg. In den Altkreisen Herzberg und Bad Liebenwerda ist mit dem Beringen von Jungstörchen begonnen worden. Von Sylvia Kunze

Entgegen der Vorjahre, wo es eine große Runde gab, bei der alle kleinen Adebars sozusagen „in einem Ritt“ mit einem ganz besonderen „Personalausweis“ in Form eines Rings an ihrem Bein versehen wurden, wird es in diesem Jahr dafür mehrere Termine geben. „Die Störche sind sehr unterschiedlich entwickelt. Während sie in einigen Nestern schon sehr groß sind, sind sie in anderen noch sehr klein“, berichtet Ulf Lehmann, der das mit einer ausfahrbaren Leiter versehene Fahrzeug seiner Elektrofirma auch in diesem Jahr wieder für die Beringungsaktion zur Verfügung stellt.

Eine erste Tour führte nach Arnsnesta, Löhsten, Rehfeld und Beiersdorf. „In Rehfeld war nur ein Storch im Nest, in den anderen drei Orten jeweils zwei“, erzählt Lehmann weiter. Seine Einschätzung nach den vielen Jahren, in denen er die Storchenberingungen in der Region begleitet: „Es werden immer weniger Störche. Immer weniger Alttiere, die in unsere Region kommen. Und immer weniger Bruten.“

Beim Beringen selbst geht Holger Teichert, Hobbyornithologe und Storchenberinger aus Kosilenzien, sehr gewissenhaft vor. Der Jungstorch bekommt dabei aber längst nicht nur seinen ganz persönlichen „Personalausweis“ verpasst, sondern er wird darüber hinaus genau vermessen. Schnabellänge, Beinlänge, Flügellänge und Gewicht sind für ein Forschungsprogramm, für das Teichert Fakten zuliefert, zu notieren.