Bei der Firma „Sandstrahlen Herzberg“ im Radelandweg fällt in diesem Jahr die Weihnachtsfeier aus. Inhaber Gordon Stoye hat beschlossen, das dafür eingeplante Geld lieber der Stadt als Spende für das Schwimmbad zu geben. Und das mit großem Einverständnis von seinen sechs Mitarbeitern. „Die Kollegen haben alle kleine Kinder oder Enkel, und sie möchten, dass die Kleinen in Herzberg vernünftig schwimmen lernen“ sagt Gordon Stoye, der selbst zwei Knirpse im Kindergartenalter hat.

Beispiel soll Schule machen

Auch seine Geschäftspartner werden in diesem Jahr auf Aufmerksamkeiten zum Weihnachtsfest verzichten müssen. Und Gordon Stoye hofft, dass sein Beispiel in Herzberg Schule macht. „Die meisten Firmen haben zum Jahresende noch etwas Geld übrig, das sie dem guten Zweck zukommen lassen könnten“, sagt er.

Herzbergs Bürgermeister Karsten Eule-Prütz freut sich über die Initiative des Geschäftsmanns. Er hat sich am Donnerstag einen Spendenscheck für das Freibad über 1000 Euro von Gordon Stoye abgeholt und sich kurz nach dem Unternehmen erkundigt. 2010 hat sich Gordon Stoye mit dem Sandstrahl-Betrieb im Radelandweg selbstständig gemacht. Die Geschäfte laufen gut, sagt er. Der 31-Jährige bietet jegliche Oberflächenbearbeitung von Metall an – vom alten Möbelstück bis zum Überseecontainer. In diesem Jahr hat die Firma sogar Teile für die neue Fassade des New Yorker Flughafens gestrahlt und beschichtet oder sieben Kilometer Treppengeländer für ein großes Bauprojekt in Berlin bearbeitet.

Kontostand bei 17 536 Euro Euro

Die 1000-Euro-Spende ist für das Herzberger Schwimmbad gut angelegt, sagt er. So sieht es natürlich auch der Bürgermeister. Zum Jahresende soll die Freibad-Spendenaktion in Herzberg abgeschlossen werden. Mit dem Geld der Firma Stoye beträgt der aktuelle Kontostand derzeit 17 536,27 Euro. Und vielleicht kommt vor dem Weihnachtsfest ja noch einiges dazu. „Wir hoffen, dass noch weitere Firmen mitziehen und sind auch mit der Sparkasse im Gespräch“, sagt Karsten-Eule Prütz. Die Stadt will mit dem Geld einen Wasserspielplatz mit großem Klettergerüst im Freibad errichten. Da könnte es schon noch den einen oder anderen Euro brauchen.

Finsterwalde