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Streit um Kosten
Herzberg: Städtischer oder privater Empfang?

Herzberg. Hat es sich bei dem Abschiedsempfang des ehemaligen Herzberger Bürgermeisters Michael Oecknigk um eine private oder um eine städtische Veranstaltung gehandelt? Das wollen die Abgeordneten jetzt wissen. Von Birgit Rudow

Die Fraktion „Herzberg zählt“ hat in der Herzberger Stadtverordnetenversammlung am  Donnerstagabend  eine Anfrage an Bürgermeister Karsten Eule-Prütz (parteilos) gerichtet. Sie betraf den  Abschiedsempfang des ehemaligen Bürgermeisters Michael Oecknigk mit etwa 150 Gästen am vergangenen Samstag im Bürgerzentrum. Die Abgeordneten wollten wissen, ob es sich bei dem Empfang um eine private oder um eine städtische Veranstaltung gehandelt hat. Karsten Eule-Prütz antwortete, dass er  sich mit den Amtsleitern verständigt hat und der Auffassung ist, dass der Empfang keine städtische Veranstaltung war. Das hat er auf Nachfrage der RUNDSCHAU am Freitag noch einmal bestätigt. Bei der Stadt liefen jetzt die Rechnungen für den Empfang ein, so Karsten Eule-Prütz. „Das wird geprüft. Wir wollen natürlich nicht, dass Firmen auf den Kosten sitzen bleiben und übernehmen das erst einmal. Dann müssen wir sehen, wie wir damit umgehen“, sagte er.

Michael Oecknigk zeigte sich davon überrascht. Wie er der RUNDSCHAU Freitagnachmittag am Telefon sagte, sei von vornherein klar gewesen, dass die Stadt die Veranstaltung durchführt. Er habe im vergangenen Jahr dafür Geld gespart aus seinem Verfügungsfonds. Dieser Fonds und auch der Fonds für Städtepartnerschaften seien 2017 bei weitem nicht ausgeschöpft worden. „Das ist legal und sauber gelaufen“, so Michael Oecknigk.