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| 17:51 Uhr

Wo bleibt der ländliche Raum?
Herzberg kritisiert Entwurf zur Landesplanung

Herzberg. Stadt vermisst ausgewogene Entwicklungschancen.

Die Stadt Herzberg hat eine Stellungnahme zum zweiten Entwurf des Landesentwicklungsplanes Hauptstadtregion abgegeben. Darin wird kritisiert, dass der Entwurf eine ausgewogene Verteilung der Entwicklungschancen und Entwicklungspotenziale nicht erfüllt. Der Fokus werde lediglich auf Berlin und das Berliner Umfeld gelegt, heißt es. Die Stadt Herzberg sehe sich nicht als Teil des weiteren Metropolenraumes von Berlin, sondern sehe ihre Chance in der zentralen Lage zwischen den Metropolen Berlin, Leipzig, Dresden und Cottbus.

Stadtplanerin Janett Lehmann, die die Stellungnahme maßgeblich erarbeitet hat, bemängelt, dass sich im Entwurf zu den ländlichen Räumen keine Aussagen zur Stärkung der Wirtschaft, zur Förderung der Siedlungsentwicklung oder zur Stärkung der Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge finden.

Die Stellungnahme fordert den zweigleisigen Ausbau der Bahntrasse Falkenberg – Jüterbog, den dreispurigen Ausbau der B 101 zwischen Herzberg und Jüterbog, den Ausbau der B 87 Richtung Autobahnanschluss Duben und den Bau verschiedener Ortsumfahrungen wie Herzberg und Löhsten. Massive Kritik übt die Stellungnahme am Hochwasserschutz. Es gebe keine Aussagen zu einer zeitlichen und finanztechnischen Planung für die Ertüchtigung der Deiche.

(ru)