(ru) Im Januar hatte das Verwaltungsgericht Cottbus die Klage der Stadt Herzberg gegen das Landesumweltamt wegen der Baugenehmigung einer Windkraftanlage auf dem Herzberger Stadtgebiet bei Gräfendorf zurückgewiesen und den Bau für zulässig erklärt. Die Initiative „Gräfendorfer Gegenwind – Lebensqualität erhalten“ hatte die Stadt daraufhin gebeten, alle weiteren rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, den Bau der Anlage doch noch zu verhindern. Stadtplanerin Janett Lehmann hat im Hauptausschuss in dieser Woche darüber informiert, dass die Stadt bis 23. April Zeit habe, einen Berufungsantrag gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtes zu stellen. Bis 23. März musste die Zulassung dazu beantragt werden. Das habe die Stadt fristgemäß getan, so Janett Lehmann. Zuvor hatte sie ihren Rechtsanwalt Prof. Christian Otto dazu noch einmal konsultiert. Der sehe Angriffspunkte für die Stadt in der Hinsicht, dass das Landesumweltamt im Rahmen weiterer Beteiligungen Unterlagen nachgereicht hatte, über die die Stadt Herzberg nicht informiert worden war, so Lehmann.

Befragt nach möglichen weiteren Kosten für die Stadt meinte die Stadtplanerin, dass sich diese in der zweiten Instanz ähnlich wie in der ersten bei etwa 10 000 Euro bewegen könnten. Die Stadtverordnetenversammlung muss sich am kommenden Donnerstag dazu bekennen. Der Gräfendorfer Hartmut Kasper unterstrich im Hauptausschuss nochmals die Meinung der Bewohner des Herzberger Ortsteils, dass es schade wäre, wenn die Stadt jetzt auf halbem Wege stehen bleiben und nicht weiter kämpfen würde.