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| 02:39 Uhr

Herzberg baut neuen Busplatz

In diesem Bereich in der Anhalter Straße in Herzberg soll ein großer neuer Busplatz mit neun Bussteigen entstehen.
In diesem Bereich in der Anhalter Straße in Herzberg soll ein großer neuer Busplatz mit neun Bussteigen entstehen. FOTO: ru
Herzberg. Der Busbahnhof in der Rosa-Luxemburg-Straße in Herzberg ist sowohl den Herzbergern als auch der Stadtverwaltung schon lange ein Dorn im Auge. Kaum etwas ist noch heil, weder die Bussteige noch die Überdachungen. Birgit Rudow

Vom Umfeld ganz zu schweigen. Doch bevor die Stadt konkrete Planungen für eine Sanierung des Busbahnhofs anstellt, wollte sie alle Entscheidungen zum benachbarten Gymnasium abwarten. Die Entscheidungen sind gefallen und mittlerweile auch umgesetzt. Mit dem Umzug des Gymnasiums in das ehemalige OSZ in der Anhalter Straße hat der Busbahnhof inmitten der Stadt endgültig an Bedeutung verloren. Dafür gibt es in der Anhalter Straße ein erhöhtes Busaufkommen. Das führte zu der Überlegung, an dieser Stelle einen neuen Busplatz ins Auge zu fassen. Das Ingenieurbüro Steinbacher Consult hat einen ersten Planungsvorschlag dafür vorgelegt. Der Busplatz muss neun Bussen gleichzeitig Platz bieten, um den Spitzenbedarf vor allem in den Früh- und in den Nachmittagsstunden abzudecken, sagen die Planer. Wichtige Kriterien sind Sicherheit, Barrierefreiheit und unproblematisches Umsteigen. Drei Bussteige sollen sich an der Anhalter Straße vor dem Gymnasium befinden. Auf dem Areal zwischen Gymnasium, Kreismedienzentrum und dem Kreuzungsbereich Anhalter Straße/Falkenberger Straße entsteht ein Busplatz mit sechs Bussteigen. "Der Landkreis gibt für das Projekt einen Teil seiner derzeit ungenutzten Fläche am Medienzentrum ab, behält aber noch genügend Raum auf seinem Komplex für eine ungehinderte Zu- und Ausfahrt, einschließlich der Bücherbusse", so Reinhard Neupert vom Herzberger Bauamt. Um genug Platz für die Busanlage zu haben, wird es nötig sein, die Falkenberger Straße künftig über den alten OSZ-Parkplatz zu führen.

Im Zusammenhang mit dem Busplatzbau will die Stadt Herzberg auch den 3. Teilabschnitt der Torgauer Straße sanieren. Er reicht von der Brücke über den Lapinegraben am Friedhof bis zum Bereich Anhalter Straße/Falkenberger Straße, einschließlich der Kreuzung Grochwitzer/Katharinenstraße. "Ein großes Problem wird dabei das Regenwasser. Es muss von der gesamten Straße in die Lapine geleitet werden", so Reinhard Neupert. Das bedeutet, dass vor Baubeginn für den Busplatz in den gesamten Straßenbereich der Regenwasserkanal gelegt werden muss. Anschließend wird die Torgauer Straße wohl erst einmal geschottert, und der Busplatz gebaut. "Der ist wichtiger als die Straße", so Neupert.

Bisher sind alle Überlegungen zu dem Projekt erst Planungsvorschläge. "Hier sitzen mit der Stadt Herzberg, dem Landkreis als Flächeneigentümer, dem Land als Baulastträger für die Landesstraße und dem für den ÖPNV zuständigen Verkehrsmanagement Elbe-Elster viele Parteien an einem Tisch. Wir müssen gemeinsam die Grundsätze festlegen", so Neupert. Die Arbeiten für den dringend benötigten Busplatz sollen noch dieses Jahr beginnen. Was dann mit dem alten Busbahnhof in der Innenstadt passiert, steht noch in den Sternen.