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| 11:35 Uhr

Internationale Meisterschaft
Herzberg bald wieder Mekka der Kraftsportler?

Herzberg. Abgeordnete stehen einer Anfrage des internationalen Powerlifterverbandes aufgeschlossen gegenüber. Von Birgit Rudow

Wird es in Herzberg in den kommenden Jahren wieder eine große internationale Meisterschaft der Kraftdreikämpfer geben, wie die Weltmeisterschaften 2013 und 2016 oder die internationale Deutsche Meisterschaft 2015? Die Zeichen dafür stehen gar nicht so schlecht. Die bisher stattgefundenen Meisterschaften in Herzberg haben der Stadt viel Publicity beschert und haben auch in der Bevölkerung großes Interesse gefunden. Sauer aufgestoßen ist den Stadtverordneten allerdings vor allem 2016 der Umfang der finanziellen und personellen Beteiligung der Stadt. Auch die große Plakatwerbung 2016 mit dem damaligen Bürgermeister Michael Oecknigk und dem Herzberger Mitorganisator und international erfolgreichen Kraftdreisportler Frank Kutzsch kam nicht überall gut an.

Für die mehr als 400 Kraftsportler aus aller Welt aber waren die Meisterschaften in Herzberg stets ein Highlight mit ausgezeichneten Voraussetzungen, was sicherlich auch mit dem Engagement von Lokalmatador Frank Kutzsch zu tun hatte. So wundert es nicht, dass sich die internationale Verbandsspitze wieder an den Herzberger gewandt und nachgefragt hat, ob die Stadt 2020 oder 2021 wieder eine internationale Meisterschaft ausrichten würde. Diese Frage reichte Kutzsch in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung an die Abgeordneten weiter.

Wohl wissend, welche Kritikpunkte es in der Vergangenheit gab, betonte Frank Kutzsch auch gleich, dass die Organisatoren keine finanzielle Unterstützung von der Stadt erwarten. „Die Sporthalle zu einem günstigen Preis und etwas Hilfe vom Bauhof würden reichen. Die Meisterschaften sollen durch Sponsoren abgesichert werden“, sagte er.

Bei den Stadtverordneten stieß er auf offene Ohren. Wenn das Sponsorengeld nicht wieder für große Plakate ausgegeben würde, sei er damit einverstanden, so Gerd Rothaug. Sandra Nauck hob die gute Außenwirkung der Meisterschaften für die Stadt hervor und Dirk Ebenroth lobte den Zuspruch der bisherigen Veranstaltungen für die Bevölkerung. Die Meisterschaften hätte auch immer Leute in die Stadt gezogen, so Christian Voigt. Marco Hammer gab aber zu bedenken, dass der Schulbetrieb dadurch nicht eingeschränkt werden dürfe.

Bürgermeister Karsten Eule-Prütz, der einmal gesagt hatte, dass es Großveranstaltungen, wie zum Beispiel Boxkämpfe, mit ihm in der Stadt nicht geben werde, hielt sich aus der Diskussion weithin raus. Er meinte nur, dass er das nicht entscheiden werde. Das müssten die Abgeordneten tun.

Ins Auge gefasst wurden eine kleinere Deutsche Meisterschaft 2020 und eine Europameisterschaft 2021. Nun ist es an Frank Kutzsch, die Herzberger Stadtverordneten demnächst endgültig zu überzeugen.