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Hertha stolpert zum Heimdreier

Herthas Matchwinner Lars Thimm (rechts) eroberte auch außerhalb des Strafraums wichtige Bälle.
Herthas Matchwinner Lars Thimm (rechts) eroberte auch außerhalb des Strafraums wichtige Bälle. FOTO: cne1
Die Finsterwalder Hertha hat einen holprigen Rückrundenstart hingelegt, konnte aber nach einem späten Tor doch noch jubeln. Im Kellerduell in Kolochau gelang der Uebigauer Lok ein kleiner Befreiungsschlag. Die SpVgg Finsterwalde hat sich in einem kampfbetonten Spiel in Sonnewalde durchgesetzt. Viel zu ideenlos agierte Hohenleipisch II gegen den FC Schradenland. Die DJK Finsterwalde hat ihre Talfahrt mit einem Unentschieden gegen Crinitz etwas abgebremst. Keine Fragen aufkommen ließ Spitzenreiter TSV 1878 Schlieben in Lichterfeld. Tobias Jünigk Marcus Gräfe Mario Krüger rkb1 N. Hertmanowski Rüdiger Wiedemann

SV Hertha Finsterwalde - SV Linde Schönewalde 1:0 (0:0). Die Hertha-Trainer konnten nach der dreimonatigen Winterpause personell aus den Vollen schöpfen. So sollte alles dafür getan werden, dass die Punkte in Finsterwalde bleiben. Der Gast aus Schönewalde trat dagegen nur mit 10 Spielern an und stand entsprechend tief. Die Hertha bestimmte das Spiel, nur fiel keinem so richtig etwas ein, wie man dieses Bollwerk knacken kann. Die Linde-Elf beschränkte sich aufs Kontern und hatte in der ersten Halbzeit einige Möglichkeiten und auch eine Großchance, als ihr Stürmer frei auf Mathias Mann zulaufen konnte. Dieser parierte aber glänzend. Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Hertha war jetzt sogar noch dominanter, da bei den Gästen die Kräfte nachließen. Es dauerte jedoch bis zur 84. Minute, als Lars Thimm den Ball im Schönewalder Tor unterbrachte. Bei seinem Gewaltschuss aus 10 Metern war auch der bis dahin glänzende Schlussmann Hollmig machtlos. In den letzten Minuten passierte nichts mehr.

Tor: 1:0 Lars Thimm (84.). SR: Hubert Dörfer (Zobersdorf). Z: 100.

SG Kolochau 74 - SV Lok Uebigau 0:1 (0:0). Die Uebigauer waren vor allem durch Florian Schulze gefährlich, der es der Kolochauer Defensive nicht gerade leicht machte. Immer wieder nutzte er seine Spritzigkeit, um den starken Rhein im SGK-Tor zu prüfen. Doch auch die Kolochauer konnten sich einige Chancen herausspielen, bei denen sich Sehmisch im SV-Tor auszeichnete. In der zweiten Hälfte spielten beide Teams konzentrierter und ließen weniger zu. In der 76. Minute dann ein zentraler Freistoß für Uebigau. Eckhardt donnerte die Kugel mit einem satten Schuss ins Netz.

Tor: Henryk Eckhardt (76.). SR: Heiko Unger (Nonnendorf). Z: 50.

SV Blau-Gelb 90 Sonnewalde - SpVgg Finsterwalde 0:2 (0:1). Die über 200 Zuschauer sahen gleich zu Beginn eine Riesenchance der Hausherren durch Größ, der schon den Gästetorwart umspielt hatte, dann aber den Ball nicht richtig traf und das Gehäuse knapp verfehlte. Drei Minuten später hatten die Sängerstädter ihre erste Möglichkeit. Sonnewalde konnte zunächst zur Ecke klären. Der anschließende Eckball landete jedoch bei Kamenz, der unhaltbar zum 0:1 ins linke Eck einköpfte. Danach erlebten die Fans beider Lager eine temporeiche Partie mit vielen verbissenen Zweikämpfen, ohne jedoch nennenswerte Chancen herauszuspielen. Ein Foulspiel eines Finsterwalders im SpVgg-Strafraum ermöglichte den Gastgebern in der 38. Minute die Chance, per Elfmeter auszugleichen, doch Frischke vergab. Unmittelbar nach der Pause hatten die Sonnewalder Glück, dass die Spielvereinigung nicht mit zwei Einschussmöglichkeiten in Serie frühzeitig für die Entscheidung sorgte. Ersatztorwart Hammitsch parierte in einigen Szenen glänzend. Nach der kurzen Drangphase der SpVgg blieb die Begegnung auch in der zweiten Hälfte kampfbetont. Für beide Seiten ergaben sich jedoch kaum Räume, um spielerische Akzente zu setzen. Finsterwalde sorgte schließlich acht Minuten vor Spielende nach einem Ballverlust der Hausherren im Mittelfeld mit einem Konter für die Entscheidung.

Tore: 0:1 Kamenz (8.), 0:2 Janisch (82.). SR: Pierre Wünsch (Bad Liebenwerda). Z: 220.

DJK Finsterwalde - SV Vorwärts Crinitz 1:1 (1:0). Vom Anpfiff weg war die DJK darum bemüht, das Spiel zu kontrollieren, was auch gut gelang. Tor-Rückkehrer Johannes Hänneschen musste im ersten Spielabschnitt keinen einzigen Schuss abwehren. Im Spiel nach vorne musste die DJK jedoch einen Schock verdauen. Max Knoll musste verletzungsbedingt raus und wird wohl für mindestens sechs Wochen ausfallen. Die Sängerstädter ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und forcierten das Spiel nach vorne. Daraus ergaben sich gute Möglichkeiten. Nach 19 Minuten folgte die Erlösung für die DJK. Nach einem weiten Einwurf stürmte Christian Langnickel in den 16er der Crinitzer und wurde umgerissen. Schiri Schönitz entschied jedoch zur Verwunderung aller nicht auf Strafstoß, sondern auf gefährliches Spiel, was einen indirekten Freistoß zur Folge hatte. Diesen knallte Hänneschen auf Kopfhöhe in die Mauer, von wo aus der Ball in die Maschen ging. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient und hätte im Laufe der zweiten Halbzeit auf 2:0 ausgebaut werden müssen, doch verpassten Hänneschen und Lehniger frei vorm Crinitzer Schlussmann das Tor. Nach der Pause kam Crinitz besser in die Partie und drückte die DJK tief in die eigene Hälfte. Den Hausherren fiel es unheimlich schwer, sich aus dieser Umklammerung zu befreien. Am Ende musste die Brechstange herhalten und Vorwärts erzielte mit purem Willen den 1:1-Ausgleich (79.). Die DJK war zunächst geschockt, konnte sich dann aber befreien und hatte noch zwei gute Möglichkeiten. Es blieb jedoch bei der am Ende gerechten Punkteteilung.

Tore: 1:0 Benedikt Hänneschen (19.), 1:1 Chris Harke (79.). SR: Winfried Schönitz (Hohenleipisch).

SV Blau-Weiß 19 Lichterfeld - TSV 1878 Schlieben 1:8 (1:4). Lichterfeld trat die Partie gegen den Tabellenführer aufgrund vorheriger Verletzungen in knapper Besetzung an. Der TSV dominierte das Spielgeschehen von Beginn an. So kam es schon in der 11. Minute zum ersten Tor nach einer Ecke. Bereits nach 27 Minuten stand es 4:0. Kurz darauf bekam Lichterfeld einen Freistoß, den Volker Richter zum 1:4-Halbzeitstand verwandelte. In der zweiten Hälfte zog Schlieben das Tempo noch einmal an und erzielte weitere drei Tore. Blau-Weiß-Trainer Mario Wagner wechselte sich in der 82. Minute selbst ein, um einen verletzten Spieler zu entlasten. Der TSV schloss das Spiel mit seinem achten Tor ab.

Tore: 0:1, 0:2 Robert Dehne (11., 16.), 0:3 Jan Uhlig (23.), 0:4 Marco Fitzke (27.), 1:4 Volker Richter (28.), 1:5 Marco Fitzke (48.), 1:6 Daniel Höhne (61.), 1:7 Marco Fitzke (64.), 1:8 Robert Dehne (90.).

SR: Jens Kazmierowski. Z: 50.

VfB Hohenleipisch 1912 II - FC Schradenland 0:2 (0:2). Hohenleipisch fand überhaupt nicht ins Spiel, entwickelte kaum Torgefahr und agierte viel zu umständlich. Daniel Baum brachte die Gäste kurz vor der Pause mit einem Doppelschlag (39., 41.) in Führung. Die VfB-Abwehr wirkte dabei nicht unbedingt sattelfest und Keeper Christian Drangosch hatte keine Chance. Im zweiten Abschnitt beschränkte sich der Gast größtenteils auf seine Defensivarbeit, hatte kaum Tormöglichkeiten und machte schon frühzeitig die VfB-Angriffe zunichte. 1912 war zwar bemüht, wirkte aber ideenlos und Chancen waren Mangelware. Am Ende konnte sich der FC über die drei Punkte freuen, da es Hohenleipisch nicht verstand, die gut gestaffelte FC-Abwehr zu überwinden.

Tore: 0:1, 0:2 Baum (39., 41.). SR: Andreas Herbrig (Bad Liebenwerda). Z: 93.

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