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| 13:42 Uhr

Internationaler Museumstag
Hereinspaziert bei Familie Kasper

Kaspers europäische Familie stellt sich ab dem 13. Mai im Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum Bad Liebenwerda vor.
Kaspers europäische Familie stellt sich ab dem 13. Mai im Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum Bad Liebenwerda vor. FOTO: Landkreis / Andreas Franke
Elbe-Elster-Kreis. Zum Museumstag gibt’s Eintritt zum reduzierten Preis. Das Mitteldeutsche Marionettentheatermuseum Bad Liebenwerda öffnet eine neue Sonderausstellung. In Doberlug lockt die Aktion „Spielen wie ein barocker Fürst“.

Nicht den vollen, sondern nur den ermäßigten Eintritt entrichten die Besucher des Museumsverbundes Elbe-Elster am Sonntag, dem 13. Mai, wenn sie die ständigen und die Sonderausstellungen des Mitteldeutschen Marionettentheatermuseums Bad Liebenwerda, des Museums Schloss Doberlug, des Sänger- und Kaufmannsmuseums Finsterwalde und des Museums „Mühlberg 1547“ besuchen. Damit sagen die Museen am Internationalen Museumstag ihren treuen Stammbesuchern Dank und wollen aber auch neues Publikum für sich interessieren.

Zwei spezielle Angebote locken an diesem Tag. Zuerst einmal heißt es „Hereinspaziert bei Kasper & Co!“ im Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum Bad Liebenwerda. Der Museumstag bietet den passenden Rahmen für die Eröffnung der neuen Sonderausstellung des Mitteldeutschen Marionettentheatermuseums Bad Liebenwerda, bei der sich alles um den Kasper und seine europäische Familie dreht.

Pulcinella, Polichinelle, Putschenelle, Kasper, Kasperle, Kašpárek, Hanswurst: Die lustige Figur des Kaspers ist im Handpuppen- und im Marionettentheater allenthalben zu entdecken. Er gehört zum europäischen Kulturerbe und wird künftig im Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum eine Heimstatt finden. Während sich Kasper und Co noch auf den großen Auftritt vorbereiten, gibt schon einmal eine Sonderausstellung vom 13. Mai bis 31. Oktober einen ersten Eindruck der bunten Kasper-Vielfalt und zeichnet einen Stammbaum der lustigen Figur.

Zu ihm gehören im Handpuppenspiel die Pulcinella-Figur der italienischen commedia dell’arte ebenso wie der Polichinelle aus Frankreich, der englische Punch oder der Putschenelle Deutschlands. Einen eigenständigen Zweig kann der Marionettenkasper vorweisen, der dem Wiener Volkstheater entstammt. Dort ersetzte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im persönlichen Schauspiel der Kasperl des Johann Laroche den einst so berühmten Hanswurst. Als Kassenschlager erkannten ihn um 1800 auch die reisenden Marionettentheater. Der böhmische Kašpárek, das süddeutsche Kasperle und der mitteldeutsche Kasper gehören seitdem zu ihrem Stammpersonal.

Die Sonderausstellung wird am Sonntag um 14 Uhr, eröffnet. Ebenfalls ab 14 Uhr sind Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern eingeladen, gemeinsam mit Museumspädagogin Bettina Beyer kleine Schattentheater-Figuren zu basteln und auszuprobieren. Um 15 Uhr bitten „Camillo, Casper & Co“ das breite Publikum zu einer klassischen Kaspertheater-Aufführung.

Ortswechsel ins Schloss Doberlug. Hier können Besucher am Sonntag „Spielen wie ein barocker Fürst“. Und das steckt dahinter: Nicht nur das Jagen, Reiten und Tanzen gehörte im 17. und 18. Jahrhundert zu den adligen Vergnügungen, sondern auch das Spielen. Aber was haben eigentlich die Herzöge von Sachsen-Merseburg gespielt, wenn sie auf Schloss Doberlug verweilten? Wer mehr wissen will, sollte Sonntag im Schloss vorbeischauen.

Zunächst werden die wichtigsten Räume des Schlosses erkundet. Dabei gibt es viel zum durchaus stressigen Alltagsleben eines barocken Fürsten zu erfahren. Ablenkung verschafften sich die Herzöge mit Spielen – und genau die darf man an verschiedenen Stationen ausprobieren. Sollten sich genügend Teilnehmer finden, besteht die Möglichkeit, zwei Teams zu bilden, die gegeneinander antreten. Die beste Mannschaft bekommt natürlich einen Siegerpreis.

Aktionsführungen starten um 11 und 14 Uhr; für Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene. Informationen unter Telefon 035322 6888520, um Voranmeldung wird gebeten.

(sk)