Es ist das bisher letzte Haus im Freilandmuseum Lehde, das "Altenteil". Das will Museums chef Stefan Heinz aber zu einem der erste Häuser machen, wenn es in Lübbenau demnächst ums Heiraten geht. "Interessenten können das Museum als anderen Ort wahrnehmen", sagt Heinz - eben als Ort der Trauung im Museum. Spreewälder Nostalgie Lehde biete dabei ein rustikales, originales Ambiente mit der nostalgischen Atmosphäre des alten Spreewaldes. Seit gut zwei Jahren bietet das Museum auch Hochzeiten auf Schloss und Festung Senftenberg an. Offenbar mit Erfolg: Für 2010 liegen in der OSL-Kreisstadt bislang 20 Anmeldungen für Trauungen im Museum vor. Heinz: "Das wäre auch was für Lübbenau." Wie viele es in Lehde in diesem Jahr noch sein können, ist bislang unklar. Heinz: "Die nötigen Vorabsprachen mit der Stadt, dem Standesamt und dem Kreis sind gelaufen. Derzeit kalkulieren wir die Preise."Gerechnet wird mit Hochzeiten zwischen April/Mai und Oktober, gemäß den zu erwartenden "Hoch-Zeiten" des Wetters. 20 bis 30 Gäste könnten zur Trauung im "Altenteil" Platz finden, rechnet Heinz.Allerdings hat der Kreis als Aufsichtsbehörde die üblichen Hürden aufgebaut: Trauungen dürfen nur in geschlossenen Räumen stattfinden, ein solcher muss überdies ein "Amtsraum" sein, insofern dürfen zur Zeit der Heirat auch keine anderen Museumsbesucher das Haus betreten. Entsprechendes muss die Museumsverwaltung als Hausherr in Lehde organisieren. Künftig will man aber auch Freiflächen des Museums für Feiern zur Vermietung anbieten. Dann wiederum könnten andere Besucher "jedoch nicht herausgehalten werden". Im Kahn zur TrauungDennoch soll eine Trauung, verbunden mit einer Rückkehr in den Spreewald des 19. Jahrhunderts, ein bleibendes Erlebnis werden - vielleicht auch inklusive hochzeitlicher Kahnfahrt.