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Heimatverein lädt zum Vortragsabend über Jeßnigker Mundart ein

Der Autor Mario Huth hat in Jeßnigk drei Jahre lang Sprachbesonderheiten untersucht. Auf 192 Seiten präsentiert er nun einen bunten regionalen Sprachfundus. Am Freitag stellt er sein neues Buch vor.
Der Autor Mario Huth hat in Jeßnigk drei Jahre lang Sprachbesonderheiten untersucht. Auf 192 Seiten präsentiert er nun einen bunten regionalen Sprachfundus. Am Freitag stellt er sein neues Buch vor. FOTO: Kammer
Jeßnigk. Damit "de beriehmte Jeßgker Schlachfertichkeet" nicht stirbt, lädt für Freitag, 16. Januar, der Heimatverein zu einem Mundart-Vortragsabend ein. red/sk

Von Aasbande über Dämel bis Zwibbel - der hiesige Dialekt steckt voller exotischer, schöpferischer Begriffe, die erstmalig in einem Wörterbuch festgehalten sind.

"Meine Oma hat zu Hause immer Mundart gesprochen, außerhalb des Hauses jedoch hochdeutsch", sagt Buchautor Mario Huth, der im Herzberger Heimatkalender schon häufiger mundartliche Texte veröffentlicht hat. Er deutet damit auf ein wichtiges Problem hin: Dialekte und Regionalsprachen sind vom Aussterben bedroht. "Mein Anliegen war es, die Sprache meiner Großeltern zu konservieren. Die Vielsprachigkeit zwischen Elbe und Elster ist ein wichtiges Merkmal für Identität und Zugehörigkeit. Sie gehört zurück in die Köpfe, ist ein Teil unserer Geschichte", sagt Mario Huth.

Der humorvoll-interessante Abend mit einem Mundart-Quiz und kleinen Geschichten rund um die Jeßgker Schlachfertichkeet beginnt 19 Uhr im Mehrzweckgebäude.