Von Birgit Rudow

Gegen halb 2 in der Nacht zu Montag sind in Schönewalde die letzten Töne auf dem Markt verklungen. Das 53. Heimatfest ist zu Ende. Zwei Tage und drei Abende haben die Schönewalder gefeiert. Das Programm dazu hatte ihnen wie schon in den vergangenen drei Jahren der Kulturverein der Stadt zusammengestellt.

Freitagabend ging es los mit Faßbieranstich und dem „Landbums“ im Festzelt, der sich zum ständigen  Auftakt etablieren soll. Doch die Schönewalder sind nur schwer hinter dem Ofen vorzulocken. Das mussten die Organisatoren auch in diesem Jahr wieder erfahren. Dennoch sorgten etwa 150 Gäste im Zelt zur Musik von DJ Chrismen für einen stimmungsvollen Start.

Höhepunkt des Festes war der Samstagabend mit der Band Rebel Tell mit ihrem Schlager-Billy. „Die haben die Leute so richtig begeistert“, sagt der Kulturvereinschef Tobias Weber. Titel von Roy Black bis zu den Sportfreunden Stiller hat die Band in dem ihr eigenen Stil gerockt. Sie hat übrigens auch ein Versprechen eingehalten, das sie vor einiger Zeit im Spreewald gegeben hatte. Sollte sie demnächst wiederin die Region kommen, werde sie die Annemarie-Polka spielen, hieß es damals. Das haben die Musiker, die in der Nähe der holländischen Grenze zu Hause sind, am Samstagabend sehr zur Freude der Schönewalder eingelöst. Die tanzten zahlreich vor der Bühne zur Annemarie-Rock-Version. Die After-Show-Party ging dann etwas länger als vereinbart. „Wir hoffen, dass die Anwohner uns das nicht allzu übel genommen haben“, so Tobias Weber.

Am Sonntag startete dann um um punkt 9 Uhr der selbst ernannte größte Damenfrühschoppen. Den Frauen hat es so gut gefallen, dass sie gegen 15 Uhr mit dem Besen aus dem Zelt gefegt werden mussten, damit die Location für die Kafeetafel hergerichtet werden konnte. Am Abend gab es dann noch einmal Party live.

Für den Kulturverein und seine Helfer war das Heimatfest wieder Schwerstarbeit. Von den Toiletten über den Bühnenauf- und -abbau bis zur Betreuung der Bands lastete alles auf ihren Schultern. „Wir müssen uns beim Einsatzführungsbereich der Bundeswehr bedanken, der uns zum Bühnenaufbau Soldaten geschickt hat“, sagt Tobias Weber. Er ist froh, dass das Fest ohne besondere Vorkommnisse abgelaufen ist.

Wenn alle wieder fit sind, bereitet der Kulturverein die nächsten Veranstaltungen vor. Am 10. August treten die „Toten Ärzte“ auf der Freilichtbühne auf. Im September soll es ein Kinderdrachenfest geben und im Herbst beginnt wieder die Tanztee-Reihe für die ältere Generation. Ausruhen gibt es beim Schönewalder Kulturverein nicht.