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| 01:01 Uhr

Hat Winter dem Wald geschadet?

Herzberg.. Knackiger Frost mag auch seine guten Seiten haben. Aber welche Auswirkungen hat er auf die hiesigen Waldbestände„ Die RUNDSCHAU sprach dazu mit dem Oberförster Hubert Prause.



Wie verkraftet der heimische Wald die sehr kalten Temperaturen in diesem Winter“
Dem machen die nichts aus. Frostschäden, wie man sie in anderen Bereichen kennt, müssen wir Förster deshalb nicht fürchten.

Und der für hiesige Verhältnisse doch zeitweise reichliche Schnee sorgte auch nicht für Probleme„
Nein. Die Bäume mussten ja nicht mit solchen Lasten kämpfen, wie sie beispielsweise immer wieder aus Richtung Bayern zu hören und sehen waren. Das bisschen Schnee haben unsere Nadelhölzer gut tragen können. Und die Laubbäume haben ja ohnehin nicht so viel Fläche, wo sich Schnee ablagern kann. Selbst Windbruch ist bisher kein Thema.

Kann man denn wenigstens hoffen, dass die Schädlinge schlecht über den Winter gekommen sind“
Leider nein, denn die Waldschädlinge verfallen ab einer bestimmten Temperatur in eine Starre. Egal, wie kalt es dann wird, überwintern sie, und nichts kann sie dabei stören, selbst der stärkste Frost nicht. Etwas anderes wäre es, wenn die Temperaturen für einige Tage deutlich, fast frühlingshaft ansteigen, so dass die Schädlinge aus der Starre erwachen, und es dann schlagartig wieder sehr kalt werden würde. Nur dann wäre die Chance gegeben, dass es ein paar ungeliebte Waldbewohner weniger werden.

Schon einmal vorausgeblickt: Sind denn größere Bekämpfungsmaßnahmen wie vor zwei Jahren absehbar?
Nein, die Aktion damals war sehr erfolgreich. Das zeigte sich bereits im vergangenen Jahr, und bisher ist kein neuer Trend zu erkennen. Das ist gut, so können sich die Bestände wieder erholen.

Es fragte Sylvia KUNZE.