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| 01:03 Uhr

Handfester Zoff im Waldbad ZeischaHandfester Zoff im Waldbad Zeischa

Zeischa.. Als Nachwuchskräfte des ASB waren auch Stefanie Günther und Erik Sachse schon im Waldbad Zeischa im Einsatz.Es sind deftige Sätze, die da fallen. Da ist die Rede davon, dass man heute nicht mehr so arbeiten könne, wie einst mit „DDR-Betriebsleitermanier“ . Frank Claus

Und da hört man andererseits zwischen den Zeilen, dass die Beschäftigten von den vertraglich festgelegten Zahlungen nur wenig Geld im eigenen Portemonnaie sehen würden. Der Hintergrund allen Zoffs„ Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat den Rettungsschwimmer-Vertrag für das Waldbad Zeischa gekündigt.
Hubert Hartmann, als Vorsitzender des Vereins der Natur- und Campingfreunde e.V. für die Bewirtschaftung des Waldbades Zeischa zuständig, ist nach der Kündigung des Vertrages im Zugzwang. Wenn am 15. Mai offiziell die Badesaison beginnen soll, dann müssen bis dahin auch neue Rettungsschwimmer gefunden werden, die die Nutzung des öffentlichen Badesees gestatten. Hubert Hartmann ist optimistisch, dass er dies schafft. Einige Gespräche hat er bereits geführt.
Doch warum ist es überhaupt zum Clinch mit dem ASB gekommen“ Bernd Ahlsdorf, als Leiter der Wasserrettung Vertragspartner, will das Thema am liebsten herunterspielen. „Wir haben dem Waldbad-Verein mit unserer Kündigung auch bereits ein neues Angebot mitgeschickt“ , erklärt er gegenüber der RUNDSCHAU. Eine Aussage, die Hubert Hartmann nun wieder verblüfft. „Ich habe kein Angebot, nur ein Kündigungsschreiben“ , erklärt der wiederum. Und eine Ergänzung dazu. In dieser erkläre der ASB-Chef, so Hartmann, dass er bei einem weiteren Vertragsabschluss künftig nur noch an den Wochenenden die Rettungsschwimmer-Tätigkeit im Waldbad ausführen könne. Für Hartmann ist das weder ein Angebot noch ein akzeptabler Vorschlag. Soll das Waldbad an heißen Wochentagen etwa geschlossen bleiben„
Doch den Knatsch gibt es nicht erst seit der Kündigung. Schon in der vorigen Sommersaison gab es nach Aussagen des ehemaligen Impulsa-Betriebsleiters Hubert Hartmann immer wieder Kritik, weil die im Vertrag festgelegten Punkte von Seiten des ASB nicht eingehalten wurden. Im Vertrag stehe nämlich auch, dass die Rettungsschwimmer vor Antritt des Dienstes einen Rundgang im Bad zu machen hätten und dabei Abfälle in Säcken aufzusammeln hätten. Darüber hinaus hatten sie sich demnach verpflichtet, um die Wasserrettungsstation für Ordnung zu sorgen.
Während Hubert Hartmann meint, dass dafür auch ordentlich bezahlt würde und er dies in den Frühstunden, wo noch wenig Betrieb herrsche, durchaus verlangen könne, sieht das Bernd Ahlsdorf anders. „Die Rettungsschwimmer sind heute fast alles junge Leute, da kann man nicht mehr in alter DDR-Betriebsleiter-Manier agieren“ , erklärte er und fügte an, dass der Vereinsvorsitzende auch verlangt hätte, dass die Rettungsschwimmer die Betontreppe ins Bad hinunter ab und an fegen könnten. „Er denkt wahrscheinlich nur, wir sitzen in der Sonne und bräunen uns“ , ist Ahlsdorf sauer.
Hubert Hartmann wiederum glaubt, nichts Unmögliches verlangt zu haben. Zudem sei der vom 15. Mai bis 15. September währende Vertrag so gestaltet worden, dass die Rettungsstation nicht zu besetzen sei, wenn im Schatten weniger als 22 Grad gemessen würden und es intensiv regnet.
Den meist jugendlichen Rettungsschwimmern will Hartmann dabei nicht einmal einen Vorwurf machen. Er habe sich erkundigt, was sie pro Stunde verdienen würden und war danach ernüchtert. „Klar, wenn die bloß noch so wenig Geld von der Summe sehen, die wir an den ASB zahlen, dann ist mir klar, dass sie nicht besonders motiviert sind“ , lässt er durchblicken.
Hubert Hartmann setzt nun alle Hebel in Bewegung, um bis zum 15. Mai einen neuen Anbieter für die Rettungsschwimmer-Leistung zu finden.
Wer Interesse hat, könne sich gern mit ihm unter der Elsterwerdaer Rufnummer 03533/30 48 verständigen. Man könne sofort Rettungsschwimmer für oben genannten Zeitraum befristet einstellen. Oder gibt's doch noch eine Einigung mit dem ASB“