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Grandiose „Anna“ in Herzberg

FOTO: Birgit Rudow
Herzberg. In der Stadt an der Schwarzen Elster hatte am Freitag das Reformationsstück „Mein Licht - Der Aufbch der Anna zu Herzberg“ Premiere. 500 Zuschauer feierten den Herzberger Beitrag zum Reformationsjubiläum fast schon frenetisch. ru

Mit minutenlangen stehenden Ovationen bedankten sich die Herzberger am Freitagabend für die etwa zweieinhalbstündige Aufführung des Reformationsstückes "Mein Licht. Der Aufbruch der Anna zu Herzberg". Das Stück ist der ganz eigene Beitrag der Herzberger zum Reformationsjubiläum in diesem Jahr. Drei Jahre lang hat der Berliner Regisseur Kai Schubert mit etwa 70 Herzberger Laiendarstellern gearbeitet und sie in das das Leben der Anna mitgenommen. Anna, die zu Anfang des 16. Jahrhunderts als Findelkind nach Herzberg kam, hat die Auswirkungen der Reformation in der Stadt mit allen ihren Höhen und Tiefen erlebt. Ihren größten Wunsch, als Frau lesen zu lernen, kann sie sich aber nicht erfüllen kann. Erst ihre Urenkelin darf in die neu gegründete Mädchenschule gehen. Kai Schubert ist eine ausgefeilte Mischung gelungen aus verbürgter Historie und der fiktiven Geschichte der Anna.

Wie sich die Herzberger in ihre Rollen gearbeitet haben, wie sie auf der Bühne agierten und auch so manche "Spitze" in die Gegenwart schickten, hat die Zuschauer unglaublich begeistert. Die Premiere am Freitag war mit 500 Besuchern ausverkauft, ebenso die zweite Aufführung am Samstagabend.