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Gräfendorfer Windradgegner bitten in Falkenberg um Hilfe

Falkenberg. Vertreter der Gräfendorfer Bürgerinitiative, die sich gegen den Bau von Windkraftanlagen in der Nähe ihres Dorfes wehren, haben die zurückliegende Stadtverordnetenversammlung in Falkenberg genutzt, um dort auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Ingrid Casper fragte im Auftrag der Initiative an, ob die Falkenberger es sich vorstellen könnten, an der Seite der Gräfendorfer zu kämpfen, dass im Bereich zwischen Beyern, Großrössen, Fermerswalde und Gräfendorf keine weiteren Anlagen gebaut werden. Sylvia Kunze

Falkenbergs Bürgermeister Herold Quick bekräftigte, dass er volles Verständnis für die Sorgen der Gräfendorfer habe und erläuterte, dass man sich in Falkenberg sehr intensiv mit dem Thema Windkraftanlagen auseinandergesetzt habe. "Aber das Windgebiet ist durch den Teilregionalplan Wind bestätigt - ohne eine Gegenstimme", erinnerte er und ergänzte, dass dieser Teilregionalplan das einzige Instrument gewesen wäre, den Bau von Windrädern im Bereich bei Gräfendorf zu stoppen. Herold Quick zeigte auf, dass man in Falkenberg selbst gehandelt habe, und mit dem Erstellen von Bebauungsplänen wenigstens bei der Anzahl der zu bauenden Windräder ein Wörtchen mitgeredet habe. Aber: Für den Bereich bei Gräfendorf käme man da womöglich schon zu spät, wenn denn aus dem Herzberger Rathaus dazu überhaupt noch das Gespräch mit dem Flächenpartner Falkenberg gesucht werde.

Bauamtsleiterin Gundula Manigk und Stadtverordnetenvorsteher Dr. Jörg Reibig als ehemaliges Mitglied des Ortsbeirates in Beyern berichteten zudem, dass man mehrmals den Bau von Windkraftanlagen im Bereich zwischen Beyern, Großrössen und Gräfendorf abgelehnt habe, das Land Brandenburg sich aber über diesen Entscheid hinweggesetzt und den Bau genehmigt hätte.