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| 11:19 Uhr

Architektenwettbewerb
Idee: Schulanbau mit Glasmensa

Herzbergs Bürgermeister Karsten Eule-Prütz (r.) gratuliert den Architekten Gabriele Harder und Franz Harder zum 1. Preis beim Architektenwettbewerb für den Anbau an der Herzberger Elsterlandgrundschule. ⇥Foto: Rudow
Herzbergs Bürgermeister Karsten Eule-Prütz (r.) gratuliert den Architekten Gabriele Harder und Franz Harder zum 1. Preis beim Architektenwettbewerb für den Anbau an der Herzberger Elsterlandgrundschule. ⇥Foto: Rudow FOTO: Rudow / LR
Herzberg. Ein Stuttgarter Architektenbüro gewinnt den Wettbewerb für den Erweiterungsbau für die Herzberger Elsterlandgrundschule und stellt ein harmonisches Ensemble in Aussicht. Von Birgit Rudow

Das Stuttgarter Architekturbüro „H III S Harder Stumpfl Schramm“ liefert die Vorlage für den Anbau an die Herzberger Elsterlandgrundschule. Ein Preisgericht aus unabhängigen Architekten und Sachpreisrichtern wie Schulleiterin Ramona Nitzsche, Bürgermeister Karsten Eule-Prütz und Andreas Pfaff vom Landesamt Bauen und Verkehr hatte am 1. Februar acht Stunden beraten, ehe es den Entwurf des Stuttgarter Büros aus sieben Arbeiten einstimmig zum Sieger des Architektenwettbewerbs erkoren hatte.

Am Dienstagabend fand nun die feierliche Ehrung der Sieger und Platzierten im Herzberger Bürgerzentrum statt. Der zweite Preis ging an die Arbeitsgemeinschaft Freitag Hartmann Architekten und das KUBIK-Studio für Architektur Berlin. Mit einer Anerkennung für ihre Wettbewerbsarbeiten wurden das Büro „AV 1 Architekten“ Berlin und das Architekturbüro Meyer, Große Hebestreit, Sommerer aus Berlin geehrt. Letzteres hatte 2008 das Herzberger Bürgerzentrum entworfen, was den Architekten Franz Hader vom Siegerbüro zu der Einschätzung veranlasste, dass „in Herzberg mit viel Engagement und in hoher Qualität“ gebaut wird.

Wie wird er nun aussehen, der künftige Anbau an der  Elsterlandgrundschule? Wachsende Schülerzahlen, ein schon jetzt überstrapazierter Hort und das angestrebte Schulkonzept für das „Gemeinsame Lernen“  erfordern eine völlig neue Raumstruktur für die Schule, die nur mit Hilfe eines Anbaus umgesetzt werden kann. Die Architekten von „H III S“ haben sich für gestaffelte Gebäudehöhen entschieden, für einen  mehrstöckigen Erweiterungsbau mit einer ebenerdigen multifunktional nutzbaren Mensa, die als Eingangsbereich von verschiedenen Seiten dient und durch ihre Glasfronten den freien Blick auf den Schulhof zulässt. Die Preisrichter schätzten besonders, dass der Erweiterungsbau und das bestehende Schulgebäude eine harmonische Einheit bilden. Der Vorsitzende des Preisgerichtes, der Architekt Uwe Wittig aus Potsdam hob  bei der Ehrung die städtebauliche Qualität, die Klarheit und die Vielfältigkeit des Entwurfs hervor. Flexible Baustrukturen wie Teilen und Zusammenfügen sprächen für Nachhaltigkeit. Die Veränderbarkeit des Schulkonzeptes sei dadurch bereits greifbar, sagte er.

Franz Hader versicherte, dass der Entwurf für ihn und seine Kollegen eine sehr schöne Aufgabe gewesen sei. Das Büro H III S arbeite ausschließlich für die öffentliche Hand und haben schon viele Schulbauten entworfen, sagte er. Besonders wichtig sei den Architekten gewesen, die Mensa mit zwei Eingängen sowohl vom Pausenhof als auch von der Straße als neuen Mittelpunktbereich für die Schule zu gestalten. Außerdem sollten das bestehende Gebäude und der Anbau zu Geschwistern werden, was sich zum Beispiel an gleichen Dimensionen der Fenster darstellen lasse. Wie beim Bürgerzentrum sollen beide Teile gut harmonieren. Der Entwurf, so Franz Hader, sei eine Idee. Er freue sich darauf, sie mit den Nutzern des Schulgebäudes und mit dem Bauherren weiterzuentwickeln.

Herzbergs Bürgermeister Karsten Eule-Prütz (parteilos) dankte allen an dem Wettbewerb Beteiligten, verteilte Blumen und Präsente und verriet, dass es für ihn eine sehr interessante Erfahrung gewesen sei, erstmals an einer solchen Wettbewerbsauswertung teilzunehmen.