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| 01:05 Uhr

Gesundung für Leib und Seele im Herzberger Krankenhaus

Günter Göritz aus Falkenberg schickte einen Leserbrief an die Elbe-Elster-RUNDSCHAU.

Darin schreibt er über das neue Krakenhaus in Herzberg:

„Wenn man in unserer Elsterregion und darüber hinaus über etwas spricht, so ist es wohl oft das neue Krankenhaus in Herzberg, das sich für mich auf den ersten Blick nicht so richtig in unseren landschaftlichen Raum einordnen wollte. Aber bei meinem jüngst verordneten Aufenthalt im Juli erlebte ich auch bei allseitig fürsorglich überstandener Behandlung eine innere Freude, wenn ich aus meinem Stationsfenster schaute.
Als Naturfreund erkannte ich nach den vorerst wenigen Blicken hinaus, dass es ein lebhaftes Treiben in der nahen Grasflur mit Wildblumenstauden und Sträuchern ist, trotz des wenigen Regens in letzter Zeit. Neben Baumhummeln, C-Falter, Schwalbenschwanz oder dem schönen Steinbrechwidderchen fütterten noch neun Vogelarten ihre zweite Brut.
Etwa 30 weitere Vogelarten sollten bei diesem wunderbar angelegten Feldbiotop gebrütet haben und nun noch Nahrungsgäste sein. Im nahen Feldgehölz ein Mäusebussardhorst, Kiebitze rasten auf dem Grünland, Adebar sah hier nach Schnecken und Mäusen. Ein junger Turmfalke versuchte sich bei der Jagd. Aber nicht genug, am nahen Waldsaum ruhten Reh und Wildschwein.
Diese gelungene Gestaltung der Baumreihen und dieser Wildblumenbereiche im Krankenhausgebiet, welche den Übergang in die Feldflur (Grasland-Acker) vollenden, finde ich vorzeigenswert. Wenn nun ein ergiebiger Landregen diese Natur, zum Beispiel die Wiesenglockenblume, zum Blühen bringt, wird es ein Insektenparadies sein. Dann will ich gern noch einmal nach der Faltersommerpopulation sehen.
Ich wünsche den Gärtnern für diese sich dann bietende Augenweide eine gute Hand zur rechten Zeit der Pflege und den Patienten Ablenkung und sinnliche Freude in unserem beeindruckenden Kreiskrankenhaus.
Leider erlebte ich auch Unvernunft, Eltern mit Kind, wollten hier auf Jagd nach den Farbedelsteinen gehen, mit einem erbärmlichen Behältnis. Man merke: Fast alle Schmetterlinge sind geschützt!“