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Genreserve Schwarzbunte stellt sich in Gräfendorf dem Preisrichter

FOTO: Birgit Rudow
Gräfendorf. Etwa 60 Kühe und Bullen der Rasse Schwarzbuntes Niederungsrind haben sich am Freitag bei der Tierschau in Gräfendorf (Herzberg) den strengen Richteraugen von Bernd Adler von der RBB Rinderproduktion Berlin-Brandenburg GmbH gestellt. Birgit Rudow

Nach 2008 und 20013 war die Agrargenossenschaft Gräfendorf Gastgeber für die offene deutschlandweite Tierschau. Seit 45 Jahren wird die Genreserve Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind vor allem im Osten Deutschlands gezüchtet. Der Süden Brandenburgs ist heute die Hochburg der Rasse. Hier stehen 1500 der noch vorhandenen etwa 2000 Milchkühe. "Solche Schauen sind wichtig für die Rasse und die Anerkennung der Zucht", sagt Michael Jänsch, Chef der gastgebenden Genossenschaft, die einer der größten Zuchtbetriebe für diese Genreserve in Südbrandenburg ist. Die Genossenschaft ist Mitglied im Verein Genreserve Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind. Der Verein hat sich dem Erhalt der Rasse verschrieben. Gemeinsam mit dem RBB organisiert er deshalb regelmäßig diese Tierschauen. Der Termin bietet zudem für Züchter die einmalige Gelegenheit, Spitzentiere der Jungtierklasse zu erwerben.

Bewertet wurden in Gräfendorf die Tiere in den Klassen Nachzucht, Jungtiere, ältere Kühe nach der zweiten, dritten und vierten Laktation (Milchgabe) und Kühe aus der ökologischen Zucht. Aus den Champions der jeweiligen Klasse wurde der Champion der Schau insgesamt ausgewählt. Das ist diesmal die Kuh "Heldin" von der Agrargenossenschaft Züllsdorf. Sie hatte in der Klasse der alten Tiere gewonnen. Begleitet wurde die Veranstaltung von einem kleinen Rahmenprogramm mit Ausstellungen und Gastronomie.