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| 10:43 Uhr

Im Gespräch mit Pfarrer Andreas Bechler
Lebensräume-Fest: ein Gemeinschaftswerk

Pfarrer 
Andreas Bechler.
Pfarrer Andreas Bechler. FOTO: Mona Claus
Falkenberg. Veranstaltungsidee feiert in Falkenberg am Sonntag Premiere und soll städtisches Miteinander fördern. Von Sylvia Kunze

Am Sonntagnachmittag wird in und um der evangelischen Kirche in Falkenberg erstmals ein Lebensräume-Fest gefeiert, in das sich viele Partner einbringen. Pfarrer Andreas Bechler hat im Gespräch dazu ein wenig mehr verraten:

Herr Bechler, was hat es mit diesem Lebensräume-Fest auf sich?

Bechler: Es ist aus dem Gedanken heraus entstanden, dass viele Falkenberger kleine Feste für sich ganz gut organisieren und man doch einmal versuchen müsste, etwas miteinander zu tun. Zudem gibt es doch im normalen Leben ganz viele Überschneidungen, zum Beispiel die Feuerwehr mit ihrem Dienst am Nächsten, die vielen Vereine mit ihrer Freude am Leben. Diese Verbindungen sollen aufgegriffen werden. Auch der Naturschutz, der natürlich auch für uns als Kirche wichtig ist. Im Nest der Falken auf dem Kirchturm sind Junge geschlüpft.

Welche Partner hat sich die Kirchengemeinde zu dem Fest an Ihre Seite geholt?

Bechler: Da sind die Original Falkenberger Blasmusikanten, die den Fest- und Segensgottesdienst um 16 Uhr auf dem Sportplatz musikalisch begleiten und später noch zum Picknick aufspielen. Da sind aber auch die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt, die Falkenberger Tanzmäuse mit ihrem Volkstänzen zum Staunen und Mitmachen gegen 17 Uhr auf der Kirchenwiese, und da sind noch der ESV Lok Falkenberg und der Naturschutzverein „Elsteraue“.

Was gibt es noch zu den Angeboten an diesem Nachmittag zu sagen?

Bechler: Ab 15 Uhr steht die Jugendstilkirche als Raum zur Stille und Meditation offen. Dort gibt es dann auch ein Stehcafé unter der Empore. Lothar Richter bietet im Verlauf des Festes Turmführungen an. Gottesdienst und Volkstänze habe ich bereits erwähnt.

Das Picknick soll es gegen 17.20 Uhr im Zeltpavillon vor der Kirche geben. Die beiden Bäcker Viko Getzschmann und Helmut Graf backen in einem mobilen Ofen Brot, das mit Butter bestrichen werden kann. Wir wollen es bewusst einfach halten, damit man sich wieder mal auf die wesentlichen Dinge im Leben besinnt. Musikalisch umrahmt wird das Miteinander von den Blasmusikanten, und auch Vera Gerlieb wird mit Akkordeonmusik zum Gelingen beitragen.

Nach dem Abendläuten um 18 Uhr lässt Dorothea Voigt die Orgel in der Kirche erklingen. Und gegen 19 Uhr soll es dann noch im Zeltpavillon ein Forum der Initative Lebensräume geben, in der Bürger, Kirche und Vereine zur Gestaltung von gemeinsamen Lebensräumen miteinander ins Gespräch kommen. Wir denken da unter anderem an eine offene Kirche, an den bisher recht ungenutzten Park um die Jugenstilkirche herum und insbesondere an gemeinsame Initiativen und Angebote, zum Beispiel für Kinder und Jugendliche, aber auch für die Senioren der Stadt.

Mussten Sie die Partner lange bitten?

Bechler: Keinesfalls, alle waren gleich bereit dabei zu sein. Wir sind mit der Idee in der Stadt auf große Offenheit gestoßen. Ich sehe das Fest als eine Einstiegsmöglichkeit in eine neue Form von Feierabendkultur rund um das Abendläuten in und um der Kirche. Es wäre schön, wenn es gelingt, dass die Kirche als besonderer Ort noch mehr wahrgenommen wird, dass hier Menschen stärker als bisher ins Gespräch kommen.

Mit Pfarrer Andreas Bechler sprach Sylvia Kunze.