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| 02:38 Uhr

Gemeinsamer Nenner aller ist moderne Blasmusik

Beim Probenlager in Körba. Mit diesem starten die Nachwuchsmusiker alljährlich in das neue Jahr.
Beim Probenlager in Körba. Mit diesem starten die Nachwuchsmusiker alljährlich in das neue Jahr. FOTO: privat
Falkenberg. "Unser Verein ist eine tolle Gemeinschaft, die die moderne Blasmusik vereint. Gern verbringen die Kinder und Jugendlichen auch ihre Freizeit miteinander", sagt Patrick Mieth, Vorsitzender des Falkenberger Jugendblasorchesters. Sylvia Kunze

In guter Erinnerung hat er dabei erst das zurückliegende Probenwochenende in Körba. Dorthin führt es die jungen Musiker schon seit mehreren Jahren immer am Anfang des Jahres. Sozusagen als gemeinsamer Start ins neue Jahr, bei dem der Schwerpunkt sowohl auf das gemeinsame Miteinander als auch auf das Einstudieren neuer Stücke liegt.

Bis man die erstmals öffentlich hören kann, vergeht nicht viel Zeit. In den wöchentlichen Proben, die jetzt wieder zu Hause in Falkenberg stattfinden, wird schon am Feinschliff gearbeitet, damit die Titel zum ersten großen Auftritt in diesem Jahr, bei "Feuer und Eis" sitzen.

Vorbereiten und Mitwirken bei selbst organisierten Konzerten wie diesem ist ohne Zweifel das oberste Ziel, das beim Jugendblasorchester verfolgt wird, aber längst nicht das einzige. Mindestens ebenso wichtig sind die musikalische Ausbildung im Einzel- und Gruppenunterricht und das Mitwirken im Orchester. Mieth verweist darauf, dass es aus Vereinssicht aber auch wichtig sei, sinnvolle Freizeitgestaltung und geselliges Miteinander der Kinder und Jugendlichen im Alter von 11 bis 20 Jahren zusammenzubringen. Man sei dabei recht aktiv und durchaus immer wieder auch sportlich unterwegs. Als Beispiel führt der Vorsitzende aus der jüngsten Vergangenheit einen Besuch aller im Kanupark Markkleeberg und in der Kegelbahn Lebusa sowie die jährlich stattfindende Vereinsfahrt an.

Aktuell zählt der Verein 61 Mitglieder, davon 27 aktive Musiker. Allein im Vorjahr konnten sechs neue Mitglieder in die Reihen aufgenommen werden, davon zwei Aktive. 2016 stand auch ein Wechsel an der Vereinsspitze an. Die 1. und 2. Vorsitzende, Katrin Berger und Katrin Kiepsch, sind von Patrick Mieth und Antje Kreklau abgelöst worden. Der "Generationswechsel" habe sich reibungslos vollzogen, auch dank der anderen Vorstandsmitglieder wie Bernd Klöhn, zugleich musikalischer Leiter der Truppe, schätzt der neue Vereinschef ein.

Verbuchen auf der Haben-Seite kann das Jugendblasorchester 2016 solche gelungenen Aktionen wie die zwei Aufführungen des Musicals "Schiff ahoi!", das Weihnachtskonzert und die mehrtägige Vereinsfahrt in die Sächsische Schweiz mit einem Konzert auf der Bastei.

Das Los eines Jugendblasorchesters sei der alljährliche Verlust von Leistungsträgern, die nach dem Ende der Schulzeit für die Ausbildung die Stadt verlassen und dem Orchester nicht mehr oder nur noch selten zur Verfügung stehen, macht Mieth auf eine große Herausforderung aufmerksam. Die Suche nach jungen Nachrückern sei deshalb oberste Aufgabe. "Personelle Verstärkung ist immer willkommen. Gesucht werden zum Beispiel besonders folgende Instrumente: Flöte, Klarinette, Posaune und Trompete", berichtet Mieth.

Das Orchester gehe die Nachwuchssuche auch selbst aktiv an, ergänzt er. Aktive Musiker und der musikalische Leiter besuchten zum Beispiel die Schüler der Falkenberger Grundschule und stellten den Verein und Blasinstrumente vor. Auch auf diesem Weg hoffe man, entstehende Lücken in den Reihen der Jung-Musiker immer wieder schließen und die Auftrittsfähigkeit des Orchesters dauerhaft aufrechterhalten zu können.

Zum Thema:
Am 18. Februar heißt es ab 17 Uhr auf dem Falkenberger Marktplatz wieder "Willkommen zu ,Feuer und Eis'!" Das Falkenberger Jugendblasorchester spielt gemeinsam mit den Original Falkenberger Blasmusikanten auf und heizt den Besuchern mit stimmungsvoller Musik ordentlich ein. Wie immer ist für das leibliche Wohl gesorgt, und auch die wärmenden Feuerstellen am Rande werden nicht vergessen.