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Gefragter als je zuvor im Elbe-Elster-Kreis

Schulleiter Rainer Böhme (l.), Abteilungsleiterin Andrea Koppen und Peter Hans als stellvertretender Landrat (r.) gratulierten den Jahrgangsbesten Anke Mewes, Linda Vorsatz, Jasmin Lehmann und Mandy Jahn (v.l.).
Schulleiter Rainer Böhme (l.), Abteilungsleiterin Andrea Koppen und Peter Hans als stellvertretender Landrat (r.) gratulierten den Jahrgangsbesten Anke Mewes, Linda Vorsatz, Jasmin Lehmann und Mandy Jahn (v.l.). FOTO: J. Weser/jgw1
Finsterwalde. Zeugnisausgabe und stimmungsvolles Kulturprogramm gehören in der Abteilung Sozialwesen des Oberstufenzentrums Elbe-Elster in Finsterwalde untrennbar zusammen. So verabschiedete auch diesmal das zweite Studienjahr den Abschlussjahrgang. Jürgen Weser / jgw1

33 staatlich anerkannte Erzieher/innen, 7 staatlich anerkannte Heilerziehungspfleger/innen zählen zu ihm. Dazu bekamen 25 Absolventen der Fachoberschule und 54 Sozialassistenten/innen ihre Zeugnisse überreicht.

Das Abschlusszeugnis als "Führerschein ins berufliche Leben" sei "Sprungbrett für den Beruf und weitere Qualifizierungen", hob Peter Hans als erster Beigeordneter des Landrates hervor. "Ausgelernt gibt es nicht!" Besonders freute er sich, die Jahrgangsbesten Jasmin Lehmann, Mandy Jahn, Anke Mewes und Linda Vorsatz für einen Notendurchschnitt von 1,0 bis 1,3 ehren und auszeichnen zu können.

"Ein Hoch auf euch" sangen die jungen Frauen und Männer im Kulturprogramm nach der Begrüßung durch Abteilungsleiterin Andrea Koppen und Schülersprecherin Linda Richter. Lydia Prien und Philipp Rieger moderierten gekonnt durch das Programm zum Motto "Zeit, die nie vergeht". Die Zeit der Ausbildung werde man immer in Erinnerung behalten. Humorvoll wurden die künftigen Berufe Erzieher, Streetworker und Heilerzieher mit Sketchen, Liedern und Tänzen vorgestellt. Zum Unterricht ging es da mit dem Laptop auch ins Seniorenheim und die OSZ-Lehrer wurden freundlich mit der "OSZ-Endlosschleife" ein wenig auf die Schippe genommen.

Schulleiter Rainer Böhme erinnerte humorig an die "eigene Zeit, die nie vergeht", mit Musik aus den Achtzigern und dass bestimmte Augenblicke im Leben festgehalten werden müssten - wie die Übergabe der Zeugnisse für das Berufsleben. "Ihr habt den Tag, die Zeit erfolgreich genutzt", gratulierte er den Absolventen.

"Unsere Kitas sind voller Kinder, ihr seid gefragter als je zuvor", rief der Finsterwalder Bürgermeister Jörg Gampe den Berufseinsteigern zu und hofft wie Thomas Hettwer von der Elbe-Elster-Sparkassenstiftung, dass viele in der Region bleiben. "Fast alle Absolventen haben ihre Arbeitsverträge schon in der Tasche und viele bleiben in Elbe-Elster und Südbrandenburg", freute sich OSZ-Abteilungsleiterin Andrea Koppen.

Neben fachlich qualifizierter Ausbildung durch die Lehrkräfte am OSZ in Finsterwalde sowie Workshops und Praktika in Berufseinrichtungen konnten 14 Schüler im vergangenen Herbst im Rahmen des Erasmus-Plus-Programms Erfahrungen in Finnland, Dänemark, Estland und Holland sammeln, ergänzte sie. Zusätzlich haben drei Absolventen auf dem zweiten Bildungsweg die sogenannte "Nichtschülerprüfung" zum Erzieher am OSZ erfolgreich abgelegt.