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| 01:07 Uhr

Ganz oben ist jetzt alles nagelneu

Herzberg.. Die Herzberger Polizeiwache ist mit einer neuen Führung versehen, und das Dachgeschoss des Gebäudes ist fertig ausgebaut. Mit einem Satz und im doppeltem Sinn: Oben ist alles neu. Beides gemeinsam bekam gestern mit einer kleinen Feierstunde einen würdigen Rahmen sowie auch die offiziellen Weihen. Von Lothar Günther

Bereits seit 1. Februar ist mit Eberhard Urban der neue Wachleiter im Dienst (die RUNDSCHAU berichtete), doch gestern nun wurde er vom Leiter des Schutzbereiches Elbe-Elster, Sven Bogacz, in sein neues Amt eingeführt. Auch Landrat Klaus Richter sowie SPD-Kreistagsabgeordneter Detlev Leissner und Ordnungsdezernent Dr. Erhard Haase, beide in ihrer Eigenschaft als Mitglieder des Polizeibeirates beim Polizeipräsidium Potsdam, gehörten zu den Gästen des kleinen Empfangs und gaben dem neuen Herzberger Wachleiter ihre besten Wünsche mit auf dessen weiteren beruflichen Weg.

Kann mit Leuten umgehen
Oberrat Sven Bogacz hatte Eberhard Urban zuvor als einen höchst kompetenten Polizeiführer bezeichnet, zu dessen Prinzip es gehöre, mit konsequenten Zielvorstellungen zu arbeiten. Außerdem, und das hob der Schutzbereichsleiter besonders hervor, könne der neue Mann an der Spitze mit Personen umgehen, könne Mitarbeiter motivieren und neige bei aller polizeilichen Hierarchie aus Überzeugung zum Teamwork.
Eberhard Urban selbst dankte für das Vertrauen, das in ihn gesetzt wird. und versprach, den Standort Herzberg auch weiterhin für die Menschen sicher zu halten. „Viele meiner hiesigen Mitarbeiter, auch Bürgerinnen und Bürger, kennen mich“ , sagte Urban und fügte in seiner lakonischen Art hinzu: „Und wer mich noch nicht kennt, wird mich kennen lernen.“ Beide Polizeichefs würdigten bei dieser Gelegenheit auch die Arbeit von Polizeihauptkommissar Wolfgang Saaro, der zwischen der Verabschiedung von Wolfgang Schumann in den verdienten Ruhestand und der Amtsübernahme von Eberhard Urban die Geschäfte in der Herzberger Wache mit viel Umsicht geführt hatte.

Einst wie Schwabes Rumpelkammer
Mit dem Durchschneiden des berühmten Bandes wurde den Besuchern dann auch der Weg frei gegeben in die oberste Etage der Herzberger Wache, die in einjähriger Bauzeit völlig umgestaltet und somit nutzbar gemacht wurde. Schlimmer als in Willi Schwabes „Rumpelkammer“ habe es früher hier ausgesehen, erinnerte sich Sven Bogacz. Jetzt ist hier ein heller Bereich entstanden, in dem Tagungsräume, die Heimstatt der bekannten Polizei-Präventions-Puppenbühne, Büroräume der Verkehrsdienste (siehe Kasten) und sanitäre Einrichtungen untergebracht sind.

Herzberger Wache hat Bestand
An dieser Investition sehe man deutlich, dass die Herzberger Polizeiwache mitnichten zur Disposition steht, wie unlängst öffentlich vermutet, erklärte Sven Bogacz auf eine entsprechende RUNDSCHAU-Nachfrage und fügte hinzu: „Es wäre dem Steuerzahler nur sehr schwer zu vermitteln, wenn wir hier beträchtliche öffentliche Gelder investieren und dann die Einrichtungen schließen würden.“ Freilich räumte Bogacz ein, dass die Polizeireform Prozesscharakter habe und sich Strukturen innerhalb der Wache weiter entwickeln könnten, was aber aktuell ohne praktische Bedeutung sei.
Am Nachmittag wollte auch Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) die Wache besuchen.

Neu in der Herzberger Polizeiwache Wohin Verkehrssünder vorgeladen werden
 Aus Finsterwalde nach Herzberg umgezogen sind die Polizeimitarbeiter der Operativen Verkehrsdienste, also jene Damen und Herren, die an Straßenrändern für die Technik der Geschwindigkeitskontrollgeräte zuständig sind, und jene, die Unfälle vor Ort aufzunehmen haben. Auch das so genannte Verkehrs-Vorgangs-Kommissariat hat nun seine Diensträume in Herzberg. Hierher werden auch vermeintliche Verkehrssünder vorgeladen, um zu der ihnen vorgeworfenen Verfehlung Stellung nehmen zu können.