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Gans im Mittelpunkt des Geschehens

Das Ensemble des Herzberger „Kunstkreises“. Hintere Reihe: Annerose Schmidt (Souffleuse), Gustav Ulrich, Reinhard Straach, Ines Jacobi und Christian Poser (von links). Vordere Reihe: Heike Drobner-Dechering, Constanze Mailick und Gabi Lang (von Links). Foto: rng1
Das Ensemble des Herzberger „Kunstkreises“. Hintere Reihe: Annerose Schmidt (Souffleuse), Gustav Ulrich, Reinhard Straach, Ines Jacobi und Christian Poser (von links). Vordere Reihe: Heike Drobner-Dechering, Constanze Mailick und Gabi Lang (von Links). Foto: rng1 FOTO: rng1
Herzberg. Zu einem „weihnachtlichen Märchenstück“ begrüßte Gustav Ulrich am Samstag etwa neunzig Gäste in der Seitenkapelle der Herzberger St. Marien Kirche. Markus Reiniger/rng1

Er war der Erzähler an diesem Nachmittag, zu dem der "Kunstkreis" - eine Gruppe durchweg bekannter Herzberger Gesichter - eingeladen hatte.

Gezeigt wurde das Märchen von der Weihnachtsgans Auguste nach einer Fassung von Friedrich Wolf, die von Heike Drobner-Dechering in eine Dialogform umgearbeitet wurde. Doch die Herzberger Lehrerin sorgte nicht nur für den Gesprächsstoff, sie spielte auch höchstpersönlich die Gans, welche von dem Opernsänger Luitpold Löwenhaupt (Reinhard Straach) ursprünglich als Weihnachtsbraten gekauft wird, jedoch den Kindern Elli und Peterle (Gabi Lang und Christian Poser) sowie der Ehefrau Mathilde (Constanze Mailick) und der Haushälterin Therese (Ines Jacobi) mit der Zeit immer mehr ans Herz wächst.

Das Publikum zeigte sich begeistert von dem weihnachtlichen Stück und bedankte sich am Ende mit großem Applaus und netten Worten. So erklärte der fünfjährige Theo Sauck: "Mir hat das Stück richtig gut gefallen. Vor allem Reinhard Straach - den kenne ich." Ähnlicher Meinung war die achtjährige Louisa Mailick: "Es war sehr schön. Die Gans Auguste fand ich am besten, weil sie so viel durch den Raum gerannt ist." Auf ihre überzeugende Darstellung der Titelfigur angesprochen, entgegnete Heike Drobner-Dechering: "Das macht großen Spaß. Man kann in dieser Rolle alles machen, was man sonst nicht darf: Lärm, Unfug, Rabatz und natürlich über Tische und Bänke springen."

Nachdem Reinhard Straach die Besucher mit den scherzhaften Worten "Wir wünschen noch ein paar schöne Stunden im Schneegestöber dort draußen" verabschiedete, zog es einen Großteil des Publikums auf den Herzberger Weihnachtsmarkt, der zu diesem Zeitpunkt von "Pfiffis Weihnachtsmusikanten" beschallt wurde. Doch nicht nur auf dem Marktplatz bot sich ein vorweihnachtliches Bild, auch das Rathaus öffnete nach einer zweijährigen Pause wieder seine Dachbodentüren für einen Einkaufsbummel.