ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:41 Uhr

Gänsehaut-Momente sind nicht ausgeschlossen

Falkenberg. "Wir wollen was für Falkenberg machen" ist die Motivation der Mitglieder des Falkenberger Jugendblasorchesters, wenn sie wie am morgigen Sonntag wieder zu einem Kaffeekonzert an den Falkenberger Kiebitzsee einladen. Wobei das Wort Kaffeekonzert vielleicht ein wenig irreführend und viel zu sehr nur Schunkelmusik und seichte Rhythmen assoziiert. Sylvia Kunze

"Wir spielen einen bunten Mix, angefangen bei volkstümlicher Blasmusik bis hin zu rockiger Popmusik", verspricht Bernd Klöhn, musikalischer Leiter des Orchesters.

Nach dem wettertechnischen Reinfall beim zurückliegenden Benefizkonzert am See hoffen die Akteure diesmal natürlich auf gelungeneren Beistand von oben. "Doch egal, wie es kommt, wir werden für Stimmung sorgen", ist Vereinsvorsitzende Katrin Berger überzeugt. Hilfe auf irdischem Gebiet ist den Nachwuchsmusikern ohnehin gewiss, denn "das Kiebitz-Team nimmt unser Auftritt-Angebot dankend an und unterstützt uns dabei richtig toll", berichtet die Vereinschefin.

Katrin Berger und Bernd Klöhn hoffen, dass das Orchester die Zuhörer gut unterhalten wird und diese dann wiederum den Spendenbeutel klingeln lässt. Zuschüsse für die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen sind nämlich immer willkommen. Erst recht, weil eine Ferienfahrt an die Ostsee ansteht. "Je mehr Spenden wir dafür zusammenbekommen, desto ansprechendere Angebote können wir für unsere Orchestermitglieder in ihrer Freizeit organisieren", sagt die Vorsitzende. Die Fahrt, auch wenn sie als Dankeschön an die Kinder und Jugendlichen für ihr fleißiges Proben und den Einsatz bei den Auftritten gedacht ist, dient sie dennoch nicht nur Erholungszwecken. Auch während der Woche werden Proben nicht ausbleiben, schließlich sollen fünf Konzerte absolviert werden. In Ahlbeck, in Zinnowitz, in Peenemünde und in Lubmin wird man sich danach hoffentlich gern an die Falkenberger Musiker erinnern. Sicherlich auch wegen des Seemannslieder-Medleys, das eigens für den Aufenthalt an der Küste einstudiert wurde.

Bernd Klöhn findet viele lobende Worte, wenn er sich zum Leistungsstand seiner Schützlinge äußern soll: "Sie sind alle ganz engagiert dabei." Das Orchester habe wieder eine Qualität erreicht, die sich hören lassen könne. "Beim großen Zapfenstreich, den wir kürzlich musikalisch in Torgau begleitet haben, sorgten wir für Gänsehautfeeling", sind sich Katrin Berger und der musikalische Leiter der Truppe einig.

Das Jugendblasorchester habe momentan so viele Anfragen für Auftritte, im großen Rahmen wie auch in kleineren Besetzungen, berichten beide weiter, dass gar nicht mehr alle Wünsche erfüllt werden können — auch aus Rücksicht auf die Kinder und Jugendlichen, von denen ohnehin schon viele bis zu drei Mal in der Woche für das Orchester unterwegs sind.