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Fußballer mit einem „Ausflug“ zur Leichtathletik

Linda.. Ständig in Bewegung waren Zuschauer und Aktive beim Saisonabschluss der Fußballer des SV Grün-Weiß Linda. Im Mittelpunkt stand diesmal nicht das runde Leder. Foto: miz


Zwei in einer Mannschaft
Hauptorganisator Joachim Schütze hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen: „Leichtathletik auf dem Land“ . So bildeten alle Teilnahmewilligen mit einem Partner eine Mannschaft, die einen Siebenkampf zu absolvieren hatten. Jeder musste mindestens dreimal antreten, um es den Spezialisten nicht zu leicht zu machen.

Zuschauer hautnah dabei
Der Fußballplatz wurde kurzerhand zum Leichtathletik-Stadion umfunktioniert. Doch im Gegensatz zu sonstigen Wettbewerben konnten die Zuschauer hautnah dabei sein, wanderten mit den Athleten mit. Zeit genug, sich zu stärken oder etwas gegen den Durst zu tun, war in den Pausen.
19 Mannschaften, deren Gesamtalter zwischen 30 und 90 lag, hatten gemeldet. Der Platz war entsprechend präpariert. Nur das Wetter schien nicht richtig mitspielen zu wollen. Deshalb wurde der Wettbewerbsbeginn vorverlegt. Und so blieben alle vom Regen verschont.
Viel Beifall, aber auch hämische Bemerkungen, gab es bei den einzelnen Disziplinen. Da sollte der eine oder andere Athlet zur Doping-Kontrolle geschickt werden. Dazu gehörte auch Hans-Martin Mosch, der den Speer über 30 Meter schleuderte und damit so manch Jüngeren alt aussehen ließ. Aber es war eben kein bierernster Wettstreit und daher waren solche Späße möglich. Bemerkungen wurden von den Athleten mit einem Lächeln quittiert.
Zunächst galt es sechs, Disziplinen zu absolvieren: 60-Meter-Sprint, Kugelstoßen, 300-Meter-Lauf, Hochsprung, Weitsprung und Speerwerfen. Nach der gültigen Tabelle der Internationalen Leichtathletik Föderation (IAAF) wurde alles in Punkte umgerechnet und mit einem Altersfaktor versehen. Der Abstand zwischen den Teams wurde dann in Sekunden umgewandelt (sechs Punkte waren eine Sekunde). Das war wichtig für die letzte Anstrengung, das 800-Meter-Jagdrennen.

A-Jugendliche gewannen
Andreas Lorenz und Christopher Janz (beides A-Jugend-Fußballer) lagen vor der letzten Etappe vorn. Sie ließen sich auch nicht überraschen und kamen als erste ins Ziel. Mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen mussten schweren Herzens Torsten Zießnitz und Torsten Lehmann (beide spielen im Männerbereich) vor den nächsten A-Jugendlichen Oliver Mehlitz und Andreas Petzel. Das an Jahren älteste Team (Roland Otta und Siegard Geyer, sie sind zusammen 90 Jahre alt) wurde 13. Auch eine Prominentenmannschaft war dabei. Gebildet wurde sie von Bürgermeister Steffen Fischer und vom Hauptorganisator Joachim Schütze. Sie belegten in der Endabrechnung den sechsten Rang.
Zwischen dem Speerwerfen und dem Verfolgungsrennen gab es eine längere Pause, weil die Abstände ermittelt werden mussten. Überbrückt wurde dies mit einem Fußballspiel der E-Jugend.

E-Jugend zeigte Können
Die Jüngsten kickten gegen die ein Jahr älteren. Alles schien seinen Gang zu gehen, nach der ersten Halbzeit führten die Erfahreneren 2:0. An Aufgeben dachten die Jüngeren nicht, im Gegenteil. Immer wieder tauchten sie vor dem gegnerischen Tor auf, hatten aber bei ihren Schüssen zunächst Pech.
Dann geschah es doch, es wurde nicht nur der Anschlusstreffer erzielt, sondern auch das 2:2 geschossen. Mit diesem Stand wurde die Begegnung auch abgepfiffen. Die größeren Kraftreserven waren dann im Strafstoßschießen entscheidend. Die Älteren gewannen 3:1.

Im Winter in der Halle?
Den Teilnehmern hat es Spaß gemacht, sich mal in einem anderen Metier zu versuchen, so Joachim Schütze. Deshalb wird es wohl im kommenden Jahr einen ähnlichen Saisonabschluss geben.
Es gibt Überlegungen einen solchen Wettkampf im Winter in der Halle durchzuführen. (miz)