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| 17:32 Uhr

Elbe-Elster profitiert von Bundes- und Landesmitteln
Für noch attraktivere Städte

 Mit dem Einbau der Lüftungstechnik auf dem Dachboden des Grundschulzentrums Robert Reiss in Bad Liebenwerda wurden Ende des vergangenen Jahres die Voraussetzungen geschaffen, um schrittweise die Anlagen in den Klassenzimmern in Betrieb zu nehmen.
Mit dem Einbau der Lüftungstechnik auf dem Dachboden des Grundschulzentrums Robert Reiss in Bad Liebenwerda wurden Ende des vergangenen Jahres die Voraussetzungen geschaffen, um schrittweise die Anlagen in den Klassenzimmern in Betrieb zu nehmen. FOTO: LR / Frank Claus
Elbe-Elster. Der Bund und das Land Brandenburg haben im zurückliegenden Jahr 101 Millionen Euro Städtebaufördermittel eingesetzt. Das sind etwa acht Millionen Euro mehr als 2017. Auch Elbe-Elster hat davon profitiert. Von Frank Claus

Soziales Miteinander fördern, Lebens- und Wohnqualität in den brandenburgischen Städten weiter steigern – 101 Millionen Euro sind nach Angaben des Brandenburger Infrastrukturministeriums zur Erfüllung dieses Ziels als Städtebaufördermittel in Kommunen des Landes geflossen. Acht Millionen Euro mehr als 2017, davon haben auch Städte im Elbe-Elster-Land profitiert.

Ermöglicht worden sei dies, so ist einer Pressemitteilung zu entnehmen, durch die Erhöhung der Bundes- und Landesmittel. Mit dem Geld seien beispielsweise historische Gebäude modernisiert, Kitas und Schulen saniert, Wohnungen zurückgebaut und gleichzeitig Außenanlagen in den Quartieren aufgewertet worden.

„Mit dem Geld aus den Programmen der Stadtentwicklung unterstützen wir die brandenburgischen Städte bei ihrer Entwicklung. Unser Leitbild dabei ist ,Die Stadt für Alle’. Wir wollen bezahlbares Wohnen, attraktive Innenstädte und ein gutes soziales Miteinander unter einen Hut bringen. Deshalb sichern wir unser baukulturelles Erbe, deshalb unterstützen wir Vorhaben, die gute Kinderbetreuung und gutes Lernen ermöglichen. Eine starke Stadt ist aber auch ein Gewinn für die Dörfer im Umland. Von Einzelhandel,  Bildungs-, Gesundheits- und sozialen Angeboten profitiert die ganze Region“, sagte Bauministerin Kathrin Schneider (SPD).

Wie sind die Städtebaumittel in Elbe-Elster eingesetzt worden? Birgit Schuster von der Pressestelle des Ministeriums hat ausgewählte Beispiele zusammengetragen, verweist jedoch darauf, dass es neben den genannten noch eine ganze Reihe weiterer Kommunen im Landkreis Elbe-Elster gäbe, die gefördert wurden. Zudem  habe es in fast allen Kommunen noch andere Projekte gegeben, die in anderen Programmen der Städtebauförderung gefördert wurden.

 

Den dicksten Brocken im Jahr 2018 hat ihrer Zusammenstellung zufolge die Kreisstadt Herzberg erhalten, auch wenn in der Realität noch relativ wenig zu sehen sei. Die 850 000 Euro Bundes- und Landesmittel  seien demnach für Vorbereitungen von Bauvorhaben in 2019 verwendet worden. Dabei gehe es um einen Planungs-Wettbewerb für den Erweiterungsbau der Elsterlandgrundschule. Dort solle Barrierefreiheit hergestellt werden, um auch Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen den Schulzugang zu ermöglichen. Darüber hinaus seien Mittel in den Abriss des ehemaligen Busbahnhofes geflossen.

 

 In Herzberg wurde im August vergangenen Jahres der alte Busbahnhof abgerissen. Dafür sind auch Fördermittel zum Einsatz gekommen. Jetzt ist der Platz eine Grünfläche mit einigen Parkplätzen.
In Herzberg wurde im August vergangenen Jahres der alte Busbahnhof abgerissen. Dafür sind auch Fördermittel zum Einsatz gekommen. Jetzt ist der Platz eine Grünfläche mit einigen Parkplätzen. FOTO: LR / Rudow

In Bad Liebenwerda wurden  692 000 Euro in die Sanierung des Grundschulzentrums Robert-Reiss gesteckt. Dabei geht es unter anderem um Mauerwerkstrockenlegungen und den Einbau von Akustikdecken sowie einer Lüftungsanlage.

 

Doberlug-Kirchhain hat 50 000 Euro aus dem Denkmalschutz-Programm für die Gestaltung der Außenanlagen am Schloss Doberlug-Kirchhain erhalten.

 

In Finsterwalde wurden nach Ministeriumsangaben 350 000 Euro für Modernisierungsarbeiten in der Grundschule Nehesdorf inklusive Schulsportfläche bereitgestellt. Massen erhielt Fördermittel für den Faustballplatz. Einen Zuschuss gab es auch für das Kulturhaus Sonnewalde.

 

 Für Modernisierungsarbeiten in der Grundschule Nehesdorf inklusive der neuen Außensportanlage gab es 350 000 Euro aus dem Städtebaufördertopf.
Für Modernisierungsarbeiten in der Grundschule Nehesdorf inklusive der neuen Außensportanlage gab es 350 000 Euro aus dem Städtebaufördertopf. FOTO: Heike Lehmann

Mühlberg hat 200 000 Euro Zuschuss für die weitere Sanierung der Grundschule an der Postsäule und das Multikulturelle Zentrum erhalten. Begonnen worden sei auch mit dem Anbau des Aufzuges am Herrenhaus.

 

In Uebigau ist mit 140 000 Euro Fördermitteln die Sanierung der Gebäude Markt 4, Torgauer Straße 1 und Torgauer Straße 3 abgeschlossen worden. Der zweite Bauabschnitt der Schlossstraße 9 sei in Angriff genommen worden.