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| 11:12 Uhr

Landgericht Cottbus
Friseurin sagt im Herzberg-Prozess aus – Öffentlichkeit ausgeschlossen

Der Syrer Mohammed H. wird im Dezember in Handschellen in den Verhandlungssaal des Landgerichts Cottbus geführt. Er ist nach der Messerattacke im Juni in Herzberg gegen seine Arbeitgeberin Ilona F.wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.
Der Syrer Mohammed H. wird im Dezember in Handschellen in den Verhandlungssaal des Landgerichts Cottbus geführt. Er ist nach der Messerattacke im Juni in Herzberg gegen seine Arbeitgeberin Ilona F.wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Cottbus/Herzberg. Im Prozess um den Angriff eines syrischen Friseurs auf seine Chefin hat am Donnerstag das Opfer vor dem Landgericht in Cottbus ausgesagt. Die Öffentlichkeit wurde dafür ausgeschlossen. Von Christian Taubert

Er soll seine Chefin mit einem Rasiermesser angriffen und lebensgefährlich verletzt haben. Seit Ende Dezember steht der Syrer Mohammad H. dafür in Cottbus vor Gericht. Am Donnerstag wurden erstmals Zeugen gehört. Auch das Opfer, Ilona F., wurde am Mittag von den Richtern gehört. Dazu wurde die Öffentlichkeit vorübergehend von der Verhandlung ausgeschlossen. Laut Anwältin leidet die Friseurmeisterin weiter unter posttraumatischen Störungen.

Die Staatsanwaltschaft Cottbus klagte den seit Juni in Untersuchungshaft sitzenden Syrer wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung an. In der Anklageschrift wird darauf verwiesen, dass sich das Opfer Ilona F. mit großem Vertrauen zur Massage auf ein Bett im oberen Stock des Kosmetik- und Friseursalons gelegt hatte. Völlig unerwartet habe ihr Mohammad H. dann mit einem Rasiermesser Schnittwunden am Hals und an der Brust zugefügt. Nach Aussage eines zweiten Syrers J., der ebenfalls in dem Salon arbeitet und der Frau offenbar das Leben gerettet hatte, soll der Angeklagte gesagt haben: „Hättest du mich mal machen lassen.“