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| 02:38 Uhr

Freie Grundschule Elbe Elster nimmt konkretere Gestalt an

Auch nach Abschluss der Präsentation galt es noch viele Fragen zu beantworten, hier Christin Heidrich (M.) im Gespräch mit Besuchern der Informationsveranstaltung.
Auch nach Abschluss der Präsentation galt es noch viele Fragen zu beantworten, hier Christin Heidrich (M.) im Gespräch mit Besuchern der Informationsveranstaltung. FOTO: rmr1
Uebigau. Die Freie Grundschule Elbe Elster unter Regie des Vereins Lenka (Leben, Entfaltung, Natur, Kultur und Achtsamkeit) wird greifbarer und schon jetzt interessiert verfolgt: Die Informationsveranstaltung kürzlich in der Bibliothek, bei der die Vereinsvorsitzenden Christin Heidrich und Nadin Kramer das Konzept vorstellten, war gut besucht. Einige Gäste mussten die Präsentation durch die Tür verfolgen, da der Veranstaltungsraum bereits voll besetzt war. rmr1

Das Genehmigungsverfahren steht bei "orange-grün". Geplant ist die Eröffnung für das Schuljahr 2017/18. Wenn es sich gut anlässt, wäre die Einrichtung einer weiterführenden Schule nach der sechsten Klasse möglich, berichteten Heidrich und Kramer.

Fragebedarf gab es reichlich. Das Konzept des Vereins beruht auf selbstbestimmtem, gesellschaftsbezogenem und arbeits praktischem Lernen, wobei bis zur sechsten Klasse keine Leistungsevaluation durch Noten vorgesehen ist. "Die Kinder sollen nicht von äußerer Führung abhängig gemacht werden, sondern der Lehrer ist Begleiter und greift unter die Arme", umriss Christin Heidrich das Prinzip. "Wir verstehen Schule als Lebensschule."

Dazu gehört auch die Einbindung von regionalen Firmen und Vereinen. Es wird keinen für alle Schüler verbindlichen Lehrplan geben, gleichwohl ist die Einhaltung des Rahmenlehrplanes Programm. Alle Leistungen müssen dokumentiert werden.

Beim Publikum, das sowohl nach der Präsentation als auch später auf dem Hof weiterhin das Gespräch suchte, wird die Idee nur positiv diskutiert. Besonders das Konzept einer kleinen Gruppe mit etwa neun Schülern findet breite Zustimmung. "Bei diesem Konzept und stimmenden Rahmenbedingungen gibt es nichts Besseres für Kinder", befand etwa Constanze Zeller, Leiterin der Kita "Villa Regenbogen" in Falkenberg.

Ähnliches war auch von anderen Besuchern zu hören. "Keine so großen Klassen, die Orientierung an Älteren, die praktische Einbindung regionaler Firmen und Vereine sowie die Reaktivierung des Schulgartens, das klingt positiv", äußerte sich Olaf Balke aus Uebigau.

Kein Wunder, dass sich viele Besucher in die ausgelegten Listen eintrugen und ihr Interesse bekundeten. Für Herbst ist ein Vorschulbetrieb als "Schnupperkurs" geplant.