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Frei Stellen lassen sich immer schwerer besetzen

Elbe-Elster. Wie die Agentur für Arbeit informiert, ist die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen im Mai geringfügig gesunken, und zwar um eine auf 927. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 35 Stellen mehr. pm/ru

Arbeitgeber haben im Mai 281 neue Arbeitsstellen gemeldet, 62 mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn sind 1293 Stellen bei der Agentur eingegangen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 168. Im Mai wurden 278 Arbeitsstellen abgemeldet, 60 mehr als im Vorjahr. Von Januar bis Mai gab es insgesamt 1184 Stellenabgänge.

Der Stellenbestand ist in diesem Monat weiterhin hoch, schätzt Claudia Sieber, Bereichsleiterin im Geschäftsstellenverbund Elbe-Elster, ein. Der Arbeitskräftebedarf bestehe weiterhin in allen Bereichen. So ist ein dezenter Zuwachs an Arbeitsstellen im Bürobereich mit speziellen Kenntnissen zum Beispiel in der Buchhaltung und im Verwaltungsrecht zu verzeichnen, sagt sie.

Ältere Arbeitgeber hätten oftmals keine Nachfolge und fragten verstärkt nach einer möglichen Betriebsübernahme. "Früher leicht zu besetzende Stellen wie Anlerntätigkeiten, Verkauf, aber auch im Büro lassen sich immer schwerer besetzen", so Claudia Sieber.

Der Arbeitgeberservice berät die Arbeitgeber vermehrt zum Thema Hilfe zur Selbsthilfe sowie der Selbstvermarktung, des Weiteren aber auch zu den Fördermöglichkeiten wie bei der innerbetrieblichen Qualifizierung, der Weiterbildung von Mitarbeitern oder zu Zuschüssen bei der Einstellung von Arbeitnehmern.

Die Situation bei den Bewerbern um Arbeitsplätze hat sich in den letzten Monaten so entwickelt, dass in keiner Branche noch ausreichend Bewerber zur Verfügung stehen, so Sieber. Dies führe dazu, dass einige Arbeitgeber bereits dazu übergehen, ihre Aufträge der Arbeitnehmeranzahl anzupassen und keine neuen Stellen auszuschreiben. "Die Einstellung reguliert sich über den gezahlten Lohn, die Perspektiven im Unternehmen oder Zusatzleistungen an Arbeitnehmer", sagt die Bereichsleiterin.