ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:50 Uhr

Ausbildungstag der Falkenberger Feuerwehr
Flugzeugabsturz bei Lönnewitz

Bei der großen Übung der Falkenberger Feuerwehr im Wald nahe des Flugplatzes Lönnewitz stand  das Zusammenspiel zahlreicher Kräfte im Mittelpunkt.
Bei der großen Übung der Falkenberger Feuerwehr im Wald nahe des Flugplatzes Lönnewitz stand  das Zusammenspiel zahlreicher Kräfte im Mittelpunkt. FOTO: Dieter Müller
Falkenberg. Falkenberger Feuerwehr übt mit 76 Einsatzkräften und neun Komparsen verschiedener Wehren, des DRK und der Rettungshundestaffel. Von Birgit Rudow

In der Nähe des Flugplatzes Lönnewitz, der als Verkehrslandeplatz für kleinere Maschinen noch betrieben wird, stoßen zwei Kleinflugzeuge zusammen. In jedem Flugzeug sind vier Personen. Die genaue Absturzstelle ist nicht bekannt, nur, dass die Flugzeuge gerade gestartet und noch voll betankt sind. Erste Informationen besagen, dass sich das Unglück zwischen den Windkraftanlagen des Windparks Kölsa-Rehfeld ereignet haben könnte.

Ein solches Horrorszenario wünscht sich niemand. Dennoch müssen Bergungs- und Rettungskräfte auf eine solche Situation vorbereitet sein. Deshalb bildete sie am Freitagabend den Rahmen für den diesjährigen Ausbildungstag der Freiwilligen Feuerwehr Falkenberg. Dabei waren die Falkenberger selbstverständlich nicht auf sich allein gestellt. Eingebunden in die Übung waren insgesamt 76 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Falkenberg, Beyern, Schmerkendorf, Kölsa, Großrössen, Rehfeld, Herzberg, Wahrenbrück und Döbrichau sowie die DRK-Bereitschaft Doberlug-Kirchhain, die DRK-Rettungshundestaffel Finsterwalde, der stellvertretende Kreisbrandmeister, der Stadtbrandmeister Falkenberg und der Stadtbrandmeister Herzberg.

Ein Novum dieser Übung war die Einbeziehung der sächsischen Kräfte aus Döbrichau. „Wir kennen alle Feuerwehren und die meisten Kameraden in unserem Landkreis Elbe-Elster. Mit den Kräften zehn Kilometer weiter im Sächsischen haben wir aber noch nicht zusammengearbeitet“, sagt der Falkenberger Stadtbrandmeister Sören Diecke. Angesichts der großen Waldbrände in diesem Sommer, die den Einsatz von Kräften kreis- und auch länderübergreifend erforderten, war das Mitwirken der unmittelbaren sächsischen Nachbarn an der Übung nur folgerichtig.

Die Feuerwehren übten gemeinsam mit der Rettungshundestaffel aus Finsterwalde, was für viele Kameraden eine neue Erfahrung war.
Die Feuerwehren übten gemeinsam mit der Rettungshundestaffel aus Finsterwalde, was für viele Kameraden eine neue Erfahrung war. FOTO: Dieter Müller

Aufgabe der Einsatzkräfte am Freitag war es, die (gut getarnten) Absturzstellen (alte Autos ersetzten die Flugzeuge) zu finden, eine Einsatzleitung und zwei Einsatzabschnitte zu bilden, die Flugzeuge zu sichern, den Brandschutz an der Absturzstelle abzusichern, die Menschenrettung durch die DRK-Bereitschaft zu organisieren, verletzte Personen (neun Komparsen aus den Reihen der Jugendfeuerwehr) zu betreuen und den Umgang mit Digitalfunk zur Sicherung der Kommunikation zu üben. „Digitalfunk ist nicht gleich Digitalfunk. Die Sachsen haben andere Geräte mit anderen vorprogrammierten Rufgruppen. Um miteinander zu kommunizieren, kann man sich Funkgruppen für die bundesweite Zusammenarbeit zuweisen lassen. Das haben wir im Vorfeld für den Einsatzabschnitt, in dem wir gearbeitet haben, beantragt. Wir wollten sehen, wie das klappt. Es hat wunderbar funktioniert“, erläutert Sören Diecke.

Überhaupt war der Falkenberger Stadtbrandmeister mit dem etwa dreistündigen Verlauf der Großübung zufrieden. Er hob die Zusammenarbeit mit der DRK-Bereitschaft Doberlug-Kirchhain und mit der Hundestaffel Finsterwalde hervor. „Mit der Hundestaffel haben wir zum Beispiel noch nie gemeinsam geübt. Viele Kameraden mussten sich erst einmal damit vertraut machen, wie die Hunde agieren, wie sie laufen und worauf man bei ihrem Einsatz achten muss. Das war für viele unserer Feuerwehrleute sehr lehrreich“, so Sören Diecke.

Aus seiner Sicht wurden die Ausbildungsziele am Freitag erreicht und Probleme erkannt, die bei den nächsten Ausbildungen abgestellt werden sollen.

Der Dank und der Respekt der Falkenberger Wehrführung gehe an alle Einsatzkräfte, die sich am Freitag der umfangreichen Aufgabe gestellt haben, so Diecke. Er dankt auch den Partnern der Feuerwehr, wie der Agrargenossenschaft Beyern, der Autoverwertung Süptiz und der Fleischerei Bummel.