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| 02:41 Uhr

Flugplatz Lönnewitz feiert Geburtstag

Logisch: Zum Flugplatzfest dreht sich in Lönnewitz ganz viel um das Fliegen. Aber auch andere Angebote locken.
Logisch: Zum Flugplatzfest dreht sich in Lönnewitz ganz viel um das Fliegen. Aber auch andere Angebote locken. FOTO: fc
Lönnewitz. 80 Jahre Flugplatz Lönnewitz werden am Wochenende mit einem Flugplatzfest gefeiert. Zugleich wird zu einem für die Öffentlichkeit zugänglichen Konversionstag eingeladen. Dieser soll aufzeigen, wie sich die über viele Jahre militärisch genutzte Liegenschaft zivil entwickelt hat. Sylvia Kunze

Für Herold Quick, Bürgermeister der Stadt Falkenberg, die etwa ein Drittel des 560 Hektar großen Flugplatzgeländes ihr Eigen nennt, ist die zivile Nachnutzung des einstigen Militärobjekts eine klare Erfolgsgeschichte. Er muss es wissen. Als Sprecher der Fokus-Gruppe, einem Netzwerk von 19 Städten und Gemeinden für Konversion in Brandenburg, hat er den landesweiten Überblick. "Wir sind ganz weit vorneweg", unterstreicht Quick. "Was da passiert ist, kann sich sehen lassen.

Im alljährlich stattfindenden Konversionssommer, den Quick gemeinsam mit anderen hochrangigen Vertretern des Landes in der Vorwoche in Wünsdorf eröffnet hat, gibt es wieder reichlich Gelegenheit, auf Geschafftes und noch anstehende Aufgaben aufmerksam zu machen. Zum Beispiel in so öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen wie am Wochenende in Lönnewitz.

Auf dem in diesem Jahr 80 Jahre bestehenden Flugplatz wird wieder das Flugplatzfest gefeiert, in den der Publikumstag des Konversionssommers eingebettet ist. Samstag um 12 Uhr geht es los. Auf dem Programm stehen Rundflüge, Kunstflug, Feuerlöschflugzeugvorführungen und Jugendfeuerwehrlager, Fliegerlager für große und kleine Piloten, Modellflug. Es soll auch eine Ausstellung zur Geschichte des Flugplatzes geben. Abends ist ab 19 Uhr Flieger-Party für jedermann. Und Sonntag geht es ab 10 Uhr mit buntem Programm weiter.

"Ehrengast ist in diesem Jahr wieder Victor Afanasjew", erläutert Rainer Jäntsch, Vorsitzender des gastgebenden Fliegerclubs "Die Falken", die einen Teil der alten Landebahn nachnutzen. Afanasjew wurde als einstiger Kommandant der bemannten Raumstation "Mir" bekannt und war zu Zeiten des Russenflugplatzes vorübergehend in Falkenberg stationiert.

Konversionstag heißt aber auch, über den Stand der Nachnutzung zu erfahren. Zur Erinnerung: Am 9. Dezember 1936 wurde der Fliegerhorst Alt-Lönnewitz eingeweiht. Der Wehrmachtsflugplatz wurde nach dem Krieg von der Roten Armee weiter ausgebaut und genutzt. Nach der Wende und dem Abzug der russischen Truppen ging es an die zivile Nachnutzung. "95 Prozent der Flächen in Lönnewitz sind inzwischen vermarktet", berichtet Quick. "Es gibt nur noch kleinere Flächen", ergänzt Hannelore Brendel, Bürgermeisterin der Stadt Mühlberg, zu der die anderen zwei Drittel Flugplatz-Fläche gehören. Für den letzten großen Brocken, eine alte Flugzeugwerft, zeichne sich eine Lösung ab. Weitere Informationen dazu gäbe es vielleicht am Wochenende, lassen die Kommunalchefs anklingen. Der Eintritt zum Konversionstag mit Flugplatzfest ist frei.