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Floßbauen in Schönewalde

Am Brandiser Badesee haben die FS-Jler gelernt, wie ein Floß gebaut wird.
Am Brandiser Badesee haben die FS-Jler gelernt, wie ein Floß gebaut wird. FOTO: Dieter Müller/dmu1
Schönewalde. FSJ-ler des ASB-Landes- verbandes haben sich zum Kennenlernseminar in Schönewalde getroffen und erste Erfahrungen gesammelt. Birgit Rudow

21 junge Leute, die in Einrichtungen des Landesverbandes Brandenburg des Arbeiter Samariterbundes (ASB) ihr freiwilliges soziales Jahr (FSJ) begonnen haben, haben sich in dieser Woche zu einem Kennenlernseminar beim ASB in Schönewalde getroffen. Untergebracht waren sie in der Freizeit- und Jugendherberge.

"Die Träger sind deutschlandweit angehalten, den FSJ-lern im Jahr fünf Seminarwochen anzubieten. Da wir als ASB-Landesverband sehr breit aufgestellt und in allen sozialen Bereichen vertreten sind, nehmen wir das selbst in die Hand. Die FSJ-ler waren vor einigen Jahren schon einmal bei uns in Schönewalde. Diesmal absolvieren sie ihr Kennenlern- und ihr Abschlussseminar hier. Darüber freuen wir uns natürlich", sagt Axel Schwebs, ASB-Standortchef in Schönewalde.

Die jungen Leute sind während ihres Freiwilligen sozialen Jahres in vielen unterschiedlichen Einrichtungen eingesetzt wie Pflegeheimen, Kitas oder Kinderheimen. Für den einzelnen sind die Spielräume in ihren Tätigkeitsbereichen aber natürlich begrenzt, so Axel Schwebs. Die Seminare und Schulungen vermitteln ihnen vor allem theoretisches Grundwissen. Sie dienen aber auch der Teambildung mit einer Mischung aus Theorie und Praxis. Dafür bietet Schönewalde gute Voraussetzungen. So haben die jungen Frauen und Männer in dieser Woche am Brandiser Air-Force-Beach gelernt, wie man ein Floß baut. Sie haben den Kletterpark im ElsterPark in Herzberg besucht und abends auch mal gemeinsam gegrillt.

Axel Schwebs sieht in dem freiwilligen sozialen Jahr eine gute Gelegenheit für die Jugendlichen, sich über ihre Studien- und Berufswahl klar zu werden. "Viele Abiturienten, die Sozialarbeit studieren möchten, haben davon nur wenig Vorstellungen. Mit dem freiwilligen sozialen Jahr können sie ihre Erfahrungen sammeln. Der ASB ist in allen sozialen Belangen vertreten und koordiniert das FSJ selbst", so Schwebs.

Zu den geforderten Schulungen hat der ASB auch schon FSJ-ler aus der Region aufgenommen, die bei kleineren Trägern arbeiten, die die Schulungen selbst nicht organisieren können. "Auch das ist möglich", sagt er.

Am Freitag sind die jungen Leute mit viel Elan wieder aus Schönewalde abgereist. Die meisten waren mit dem Zug gekommen. Axel Schwebs hat sie zum Bahnhof nach Holzdorf gebracht. Auch das gehört zum Service in Schönewalde.