Der ganz große Gewinn war somit auch dieses Mal wieder nicht drin. 80 000 Euro stellt enviaM insgesamt für gemeinnützige Projekte bereit, wobei jede Kommune für jeden gelaufenen Kilometer vier Euro erhält. Während die Siegerstadt nach Abschluss des Wettbewerbs am 6. Oktober 30 000 Euro bekommt, stehen der Zweitplatzierten immerhin noch 20 000 Euro und der Dritten 10 000 Euro zur Verfügung. Angesichts der Laufleistung von 149 Kilometern und 454 Metern sicherte die Läuferschar der Stadt Falkenberg damit einen Finanzgewinn von 597,80 Euro.
In Anbetracht der anfänglich noch deutlich schlechteren Hochrechnung zeigte sich Bürgermeister Herold Quick mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. „Sicherlich wäre es schön gewesen, ein großes Stück vom Kuchen zu erhalten, doch das Geld ist nur die eine Seite der Medaille. Viel wichtiger erscheinen mir der sportliche Effekt und der Zusammenhalt, den alle Beteiligten an den Tag gelegt haben“ , verdeutlichte er. Um die Stadt in der Rankingliste der 30 Teilnehmer möglichst weit nach vorn zu bringen, hatten sich unter anderem die Kiebitzstampfer, Sportler des SV „Frieden“ Beyern, die Wasserwacht und die Kicker des ESV Lok Falkenberg auf den zwei Laufbändern betätigt. Dabei kam es weniger darauf an, kurze Höchstgeschwindigkeiten zu erzielen, als vielmehr eine konstant schnelle Laufleistung an den Tag zu legen.
Dennoch animierte Moderator Bodo Taubert die Teilnehmer immer wieder, die für die Bänder maximale Höchstgeschwindigkeit von 22 km/h für mindestens 30 Sekunden zu erreichen. Thomas Schäfer vom ESV Lok und Patrick Sczepanski von Lok Uebigau waren die Einzigen, denen das in Falkenberg gelang. Belohnt wurden sie dafür mit einer Kühltasche und einem Picknick-Rucksack. Zudem erhielten sie wie alle Teilnehmer ein Handtuch als Erinnerungsgeschenk und haben die Möglichkeit, sich unter www.enviam-welt.de/staedtewettbewerb ihr persönliches Lauffoto herunter zu laden.
Ein Lob hatten nach Abschluss der Veranstaltung jedoch nicht nur die Läufer, sondern nach Aussage der enviaM auch die Mitarbeiter der Stadt verdient. „Die Bedingungen vor Ort waren sehr gut. Zudem gab es ausreichend Sitzgelegenheiten und Freigetränke für alle Teilnehmer“ , resümierte enviaM-Mitarbeiter Silvio Burkert. Auch der permanente Nachschub auf den Laufbändern war gut durchorganisiert. Letztlich standen nach Ablauf des Wettbewerbs sogar mehr Aktive bereit, als nötig gewesen wären.
Dass an den Spitzenreiter Aue mit seinen 193,27 Kilometern nur schwer heran zu kommen war, daran bestand in Falkenberg kaum ein Zweifel. Dennoch will man die Chance auf den ganz großen Gewinn auch im kommenden Jahr noch einmal angehen. Das in diesem Sommer erlaufene Geld soll übrigens als Dankeschön anteilig den beteiligten Gruppen, Vereinen und Akteuren zukommen. Genaueres darüber wird in der nächsten Stadtverordnetensitzung im September bekannt gegeben.