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| 01:05 Uhr

Fleißig, fleißig in der Gemeinde Kremitzaue

Polzen.. Das Leben in der Natur hängt noch immer vom Wetter ab. Trockenheit und Kälte im Frühjahr diesen Jahres waren sicher auch ein Grund dafür, wenn in der Natur etwas nicht stimmte. Wolfgang Hauß

Es passierte des Öfteren, dass Vögel ihr Winterquartier verspätet verließen und ihren Flug auch unterbrachen. Mitte April, etwa zehn Tage später als in den Vorjahren, trafen die ersten Störche in der Kremitzaue ein. Diese Großvögel, über die so viel geschrieben und gesprochen wird, sind auch bei uns sehr beliebt. Aber die Beringung der Jungstörche hat in diesem Jahr ergeben, dass es im Elbe-Elster-Land nur wenig Nachwuchs gibt.
Die Natur- und Tierschützer, die viel Freizeit für diese Tätigkeit opfern, sollten an dieser Stelle auch einmal lobend erwähnt werden. Doch nicht nur bei dieser Gelegenheit sind sie zur Stelle. Als im Jahre 2001 in Polzen das Storchennest auf eine abgebrochene Pappel umzukippen drohte, wurde fast an der gleichen Stelle eine Nisthilfe von den Naturschützern geschaffen, die auch gleich noch im selben Jahr von den Störchen angenommen wurde.
Alle vier Storchennester in der Gemeinde Kremitzaue beherbergen in diesem Jahr Nachwuchs. Auch in Polzen, wo zwei Jahre hintereinander kein Storchennachwuchs aufgezogen wurde, verlassen zwei Jungstörche das Nest. Zwei Horste in Kolochau haben ebenfalls je zwei Storchenkinder. Überrascht bin ich immer wieder über das Geschehen in Malitschkendorf. Mitten im Dorf, auf einem Strommast gelegen, wachsen auch in diesem Jahr drei junge Störche heran (im vergangenem Jahre waren es sogar vier!). Die Bedingungen für die Aufzucht der Störche in Malitschkendorf sind einmalig. Das Niederungsgebiet um den Burgwall und die Kremitz bieten eine gute Futtergrundlage. Überlegungen für eine weitere Nesthilfe wären deshalb wohl angebracht.