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"Flax und Krümel"-Kinder feiern klassisch

Auch diese kleinen "Mozarts" sorgten am Freitagnachmittag bei der Aufführung für Begeisterung bei den Zuhörern.
Auch diese kleinen "Mozarts" sorgten am Freitagnachmittag bei der Aufführung für Begeisterung bei den Zuhörern. FOTO: Dieter Müller/dmu1
Herzberg. Die Kinder und Erzieherinnen der Kita "Flax und Krümel" in Herzberg haben am Freitagnachmittag im Herzberger Bürgerzentrum mit Eltern, Großeltern, Freunden und vielen anderen Gästen gefeiert. Seit genau 25 Jahren befindet sich die Kindereinrichtung in Trägerschaft der Volkssolidarität. Birgit Rudow

Aus diesem Grund haben sie das Musikstück "Tasto - eine klassisch andere Kindergeschichte" aufgeführt, an dem alle Kinder von zwei bis zwölf Jahren beteiligt waren. "Wir wollten mal etwas mit klassischer Musik machen", sagt Kita-Leiterin Cornelia Romanus. Vor etwa einem Jahr ist die Idee dazu entstanden. Geschrieben hat das Stück die Erzieherin Ann-Thea Brandis. Die einzelnen Musikstücke hat Musikschullehrers Daniel Pospischil geschrieben, der die musikalische Früherziehung in der Kita durchführt. "Wir pflegen seit 21 Jahren sehr gute Kontakte zur Musikschule", so die Kita-Leiterin.

Und so haben sich die Kinder am Freitag am Schwanentanz oder am Papageno probiert und andere kleine Stücke aus Opern vorgetragen. Sie haben gesungen, getanzt und Instrumente erklingen lassen. Den Gästen des Nachmittags hat es ausgezeichnet gefallen.

Zu ihnen zählten auch Vertreter des Verbandsbereiches Fläming/Elster des Landesverbandes der Volkssolidarität. "In all den 25 Jahren hat die Zusammenarbeit mit dem Träger sehr gut funktioniert", so Cornelia Romanus.

Am 1. September 1992 war die Übernahme der Einrichtung durch den Träger Volkssolidarität erfolgt. Die Herzberger Kita war die erste in Brandenburg, die die Volkssolidarität übernommen hat. Die Kindereinrichtung gibt es seit 1961. Es war eine Wochenkrippe des Gesundheitswesens in der alten Landratsvilla in Herzberg. Im Juni 1981 ist sie in die jetzigen Gebäude in der Karl-Liebknecht-Straße gezogen. Bis 1990 gehörte sie zum Gesundheitswesen. Dann hat die Stadt sie übernommen und für Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren erweitert.

"Nach der Wende haben die Kindereinrichtungen alle nach einem Träger gesucht. Die damalige Leiterin Bärbel Schottke hat sich dafür eingesetzt, und so kam die Kita 1992 zur Volkssolidarität", berichtet Cornelia Romanus.

Derzeit besuchen 87 Kinder die Einrichtung mit Krippe, Kindergarten und Hortbetreuung. Für 100 Kinder ist sie zugelassen. "Bis September werden wir wieder 95 Kinder haben", so die Leiterin.

Auch wenn sich die Kita in Trägerschaft der Volkssolidarität befindet, ist die Stadt für ihren baulichen Zustand zuständig. Und auch da hat sich in diesem Jahr viel getan. Neue Sanitäranlagen wurden eingebaut. Im Erd- und im Obergeschoss erhielt das Personal einen Umkleide- und Sanitärraum. Alle Grundleitungen wurden komplett erneuert. Einige Gruppenräume bekamen einen neuen Fußboden. Insgesamt hat die Sanierung 207 000 Euro gekostet.