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Ausstellung
Film ab – Bilder einer Aufführung

Die Fotos für die Ausstellung wurden auf „Filmrollen“ geklebt und an den Wände der Galerie angebracht.
Die Fotos für die Ausstellung wurden auf „Filmrollen“ geklebt und an den Wände der Galerie angebracht. FOTO: Rudow / LR
Herzberg. Eine Ausstellung in der Herzberger Galerie erinnert an das Reformationsstück. Samstag wird sie eröffnet. Von Birgit Rudow

„Film ab – Bilder einer Aufführung“ heißt die Ausstellung, die am Samstag im Herzberger Bürgerzentrum eröffnet wird. Dabei ist „Film ab“ nicht ganz wörtlich zu nehmen. Zwar sind in einer kleinen Box auch filmische Szenen der Aufführung von Günter Schulze zu sehen, der „richtige“ Film über das Stück „Mein Licht – der Aufbruch der Anna zu Herzberg“ ist aber noch in der Fertigstellung und wird erst später erhältlich sein.

Dennoch wurde die Ausstellung wie ein Film in Szene gesetzt. Mehr als 100 Fotos von den beiden Vorstellungen im vergangenen Juli wurden in selbst gefertigte Filmrollen aus Papier und Pappe geklebt und geben die Aufführung wieder. Die Idee dazu hatten die Leiterin der Herzberger Stadtbibliothek Annette Arndt und Kulturamtsleiterin Karin Jage. Die Stadt hat die zahlreichen Bilder von dem Fotografen Sven Gückel erworben. „Wir standen vor der Frage, was wir damit machen, und wie wir sie möglichst vielen Herzbergern zeigen können“, so Annette Arndt. Und so entstand die Idee mit der Ausstellung.

An (fast) allen Wänden der Galerie können die Besucher ihre Erinnerung an das Stück noch einmal aufleben lassen mit Szenen, Momentaufnahmen oder Schnappschüssen. Auch einige Kostüme und Teile der Kulisse werden ausgestellt. „Viele erinnern sich gern daran“, so die Bibliotheksleiterin. Gleichzeitig soll die Ausstellung ein Dankeschön sein an alle Mitwirkenden für das, was sie in vier Jahren Probe geschaffen haben. „So mancher hat Talente an sich entdeckt, die er vorher gar nicht kannte. Das Reformationsstück hat die Herzberger etwas mehr zusammengeschweißt“, sagt Annette Arndt. Deshalb sei die Ausstellung auch ein Dank an die Bürgerinnen und Bürger dafür, wie sie die Bemühungen aufgenommen und die Leistung honoriert haben.

Die Neugier und Resonanz auf den Rückblick in Bildern ist groß. Schon im Vorfeld haben einige Herzberger Material in die Bibliothek gebracht, das ausdrückt, wie sie das Reformationsjahr reflektiert haben. Dazu gehören zum Beispiel Bilder von Veranstaltungen, Briefe oder eine Fotocollage vom „Lutherstübchen“. „Wir werden das Material in einer gesonderten Vitrine zeigen“, so Annette Arndt, die mit ihren Kollegen noch bis zum Freitag an der Ausstellung gearbeitet hat. Sie wird am Samstag um 15 Uhr in der Galerie im Bürgerzentrum eröffnet. Jeder ist dazu herzlich eingeladen.