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| 01:26 Uhr

FGB Südbrandenburg lud zum Sommerfest in Waidmannsruh

Waidmannsruh. Mit ihren etwa 8000 Hektar Wald ist die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Südbrandenburg „Waidmannsruh-Wallhaus“ die größte ihrer Art in Brandenburg. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehören ihr 178 Mitglieder an. Um ihnen, aber auch jedem anderen Interessierten, die Möglichkeiten und Vorteile einer solchen Gemeinschaft aufzuzeigen, organisierte die FBG am Samstag am Forsthaus Waidmannsruh ein Sommerfest. Von Sven Gückel

„Unser Anliegen ist es, den Mitgliedern die vielfältigen Varianten von Waldpflege und Wiederaufforstung zu zeigen, oder andere Waldeigentümer, die sich uns noch nicht angeschlossen haben, davon zu überzeugen“, sagte Eckhard Schaar, amtierender Vorsitzender der FBG. Er sieht in der Mitgliedschaft in der Gemeinschaft vielfältige Vorteile. So werden die Flächen unter anderem von 15 Beschäftigten und Subunternehmern des Verbundes bewirtschaftet und betreut, wobei auch ein großer, vielfältiger Technikpark zum Einsatz kommt. „Ein Einzelner kann sich diesen kaum leisten“, konstatierte Schaar. Vorteile verschafft die FBG zudem bei bürokratischen Hürden, etwa der Vermarktung des geschlagenen Holzes oder bei Fördermittelanträgen.

Allein im vergangenen Jahr wurden auf dem Territorium der FBG Südbrandenburg 40 000 Festmeter Holz geschlagen. Eine Quote, die man auch in diesem Jahr anstrebt. Das ist aber vor allem vom Bedarf des Marktes abhängig. Um den eigenen Wald auch in Zukunft profitabel nutzen zu können, wurden durch die FBG, die sich im Sommer 2007 nach einem Zusammenschluss der Forstbetriebsgemeinschaften Waidmannsruh und Trebbus-Lichtena formierte, im Frühjahr 2009 bereits 65 000 junge Bäume gepflanzt, darunter 2000 Bergahorn — der aktuelle Baum des Jahres. Darüber hinaus werden gezielt reine Kiefernbestände in Mischwälder umgebaut. Nach aktuellem Stand beläuft sich die dabei abgearbeitete Fläche auf 500 Hektar. „Ganz verzichten können wir auf den standortbedingten Anbau von Kiefernwald allerdings nicht, auch wenn dieser gegen Schädlinge weniger resistent ist”, verdeutlichte Eckhard Schaar. Gegenwärtig ist man in der FBG dabei, ein so genanntes Betriebswerk zu erarbeiten. Dieses soll einen kompletten Überblick über anstehende Pflegemaßnahmen und Fällflächen auf dem gesamten Areal gewährleisten.