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Einsatzübung
Feuerwehr und Rettungsdienst bei gemeinsamer Ausbildung

Feuerwehr und Rettungsdienst trainieren gemeinsam für den Ernstfall: Ein Auto ist verunfallt und die Insassen sind eingequetscht. Dabei kommt es auf die optimale Zusammenarbeit der Hilfskräfte an.
Feuerwehr und Rettungsdienst trainieren gemeinsam für den Ernstfall: Ein Auto ist verunfallt und die Insassen sind eingequetscht. Dabei kommt es auf die optimale Zusammenarbeit der Hilfskräfte an. FOTO: Steffen Ludewig / LR
Herzberg. In Herzberg hat ein Pilotlehrgang der besonderen Art stattfgeunden. Ziel war es, die Zusammenarbeit und Taktik von Feuerwehr und Rettungsdienst zu schulen. Von Daniel Friedrich

Feuerwehrkräfte und Rettungsdienstmitarbeiter aus dem Landkreis Elbe-Elster, Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Torgau und des Feuerwehrtechnischen Zentrums Teltow-Fläming haben kürzlich gemeinsam für den Ernstfall trainiert. Dabei sollten die Einsatzkräfte darin geschult werden, Maßnahmen bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen zu beachten sowie dabei auftretende Gefahren abzuwehren.

Dies erfolgte unter dem Blickwinkel der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, da langfristig eine Einsatzstandardregel für entsprechende Einsatzlagen entwickelt werden soll. Das Ziel: Abläufe vereinheitlichen und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Hilfsorganisationen stärken.

Die Ausbilder bei dieser gemeinsamen Übung waren Silvio Blumberg (Feuerwehr Herzberg), Silvio Prisk (Praxisanleiter Rettungsdienst) sowie Notarzt Christian Mauer. „Die Zusammenarbeit muss gestärkt werden und gemeinsame Ausbildungen gehören dazu. Mit diesem Seminar sind wir auf einem guten Weg“, so Silvio Blumberg.

Während am Vormittag im Schulungsraum die Theorie vermittelt wurde, führten die Auszubildenden des Rettungsdienstes Elbe-Elster verschiedene Rettungshilfsmittel wie Stifneck, Combi-Carrier oder Rettungskorsett vor. Dabei tauschten sie sich auch über Themen wie Führungsstruktur und Kommunikation an der Einsatzstelle aus.

Am Nachmittag lag der Schwerpunkt bei der praktischen Einsatzübung. Dazu wurde auf dem Übungsgelände des Feuerwehrtechnischen Zentrums ein Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen inszeniert, der Stück für Stück gemeinsam abgearbeitet wurde. Hierzu ließen sich Auszubildende des Rettungsdienstes als Unfallopfer schminken. So wurde allen Beteiligten anschaulich gezeigt, was mit den technischen Gerätschaften der Feuerwehr, zum Beispiel mit den hydraulischen Rettungsgeräten, möglich ist. Auch wurden neue Methoden demonstriert, die weniger Zeit in Anspruch nehmen und durch die der Patient schneller ins Krankenhaus gelangt. Im Gegenzug nutzten die Notfallsanitäter-Azubis die Chance, ihr erlangtes Wissen während der Übung abzurufen und versorgten als eingesetzte Rettungswagen-Besatzung die Unfallstatisten.

 „Ich bin sehr Zufrieden über das Feedback der Teilnehmer. Es ist geplant, im kommenden Jahr weitere Ausbildungen dieser Art durchzuführen“, resümierte Silvio Blumberg von der Herzberger Feuerwehr abschließend. Auch Kreisbrandmeister Steffen Ludewig zog ein positives Fazit: „Nur was man im Übungsdienst lernen, praktisch anwenden und erproben kann, ist auch im Einsatz sicher abrufbar und stärkt die Arbeit der Retter. Deshalb bin ich für die erste Weiterbildung dieser Art dankbar.“