Bei allen etwa 100 Ahlsdorfer Familien hat es am vergangenen Samstag an der Tür geklingelt. Der Besuch war eher ungewöhnlich. Anja Jank und Nancy Grabow von der Freiwilligen Feuerwehr und Ortsvorsteherin Ilona Batz standen davor und hatten einen roten Löscheimer dabei, den sie an die Familien (so sie denn anwesend waren) übergeben haben.

Die Schönewalder Stadtverwaltung hatte sich diese Aktion einfallen lassen, um für den Feuerwehrnachwuchs zu werben. In allen Ortsteilen werden in diesen Tagen insgesamt etwa 1500 Eimer verteilt. „Wir sind mit dem Bollerwagen losgezogen. Niemand hat sich negativ über die Aktion geäußert. Einige haben geschmunzelt und einige fanden den Denkanstoß gut“, sagt Ilona Batz.

In Ahlsdorf bedurfte es aber nicht erst der roten Eimer, um die personelle Situation in der Feuerwehr zu verbessern. „Auch bei uns sah es nicht sonderlich gut aus. Wir konnten aber im vergangenen und in diesem Jahr etwas aufstocken, vor allem mit Frauen. Anja und Nancy gehören auch zu den Feuerwehrneuzugängen“, so die Ortsvorsteherin. Und wie diese beiden sind auch andere neue Feuerwehrfrauen junge Mütter. Was lag da näher, als gleich eine Bambini-Gruppe zu bilden. Mit der Ahlsdorfer Feuerwehr geht es also wieder bergauf, und wer weiß, vielleicht bringt die Eimer-Aktion ja doch noch den einen oder anderen Interessenten. Am Mittwoch sollen die Eimer auch in Hohenkuhnsdorf verteilt werden.

Park bleibt das Sorgenkind

Insgesamt war 2019 ein ruhiges Jahr für die Ahlsdorfer, schätzt Ilona Batz ein. Das Sorgenkind ist und bleibt der Park. Den großen Naturpark zu unterhalten, ist eine Mammutaufgabe, die die Stadt Schönewalde allein nicht stemmen kann. „Wir bemühen uns, aber wir können immer nur ein bisschen schaffen“, sagt die Ortsvorsteherin.

Die letzte gemeinsame Aktion des Jahres im Ort ist die kleine Kinderweihnachtsfeier mit Lampionumzug und Grillfeuer am 21. Dezember an der Feuerwehr. Die Feuerwehr ist ein bedeutender Teil des Dorflebens. Auch daran können die roten Eimer die Ahlsdorfer öfter erinnern.