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| 16:52 Uhr

Einzig Brandenburg meldet sich
Fehlende Antwort sorgt für Enttäuschung bei Städtebund

Herzberg. Ein Positionspapier zur Verkehrsinfrastruktur findet bei den Landesregierungen in Dresden und Magdeburg keinen Anklang. Städtebund-Chef Neubauer wertet das als gefährliches Signal. Von Sven Gückel

Seit Jahren schon kämpfen die Mitglieder des Städtebundes „Elbe-Elsterraue“, zu dem die Städte Herzberg, Jessen, Annaburg, Torgau, Jüterbog, Schlieben und Schönewalde sowie der Bundeswehrstandort Holzdorf gehören, für eine deutlich bessere Verkehrsinfrastruktur in der hiesigen Region. Alle Forderungen wurden daher in einem Positionspapier hinterlegt.

So verlangt der Städtebund von den zuständigen Ländern und der Bundesregierung etwa eine bessere Taktung des Zugverkehrs von und nach Berlin, fordert aber auch den Ausbau der Bundesstraßen B 87, B 101 und B 187. „Gerade im ländlichen Raum ist man auf das Auto in besonderer Weise angewiesen, um beruflich und privat flexibel sein zu können“, unterstreicht die Geschäftsführerin des Städtebundes Gabi Lang.

Mehrfach schon haben die Mitglieder des Städtebundes ihr Ansinnen gegenüber Ministerpräsidenten und Mitgliedern der Bundesregierung vorgetragen. Allein das Ergebnis auf Veränderungen bleibt noch aus. Letztmalig übergab der Städtebund sein aktualisiertes Positionspapier vor gut acht Wochen an die Landesregierungen von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg. „Beschämend ist, dass einzig Brandenburg den Eingang des Schreibens und die Weiterleitung an das zuständige Landesministerium bestätigte. Aus Magdeburg und Dresden kam überhaupt keine Rück-
meldung“, zeigt sich der Vorsitzende des Städtebundes, Annaburgs Bürgermeister Klaus-Rüdiger Neubauer (parteilos), enttäuscht. Für ihn sei das ein Indiz dafür, wie wenig man sich in den jeweiligen Landesregierungen wirklich für die Belange des ländlichen Raumes interessiere.