Es geht ihm um sein persönliches Glück. Er hat seinen Lohn vor Augen: Anerkennung und Liebe, Reichtum und Macht. Maßlos in seinen Ansprüchen gerät der Karrierist Faust bald in einen sprichwörtlichen "Teufelskreis" aus Erfolg und Schuld. Denn wie so mancher gesellschaftliche Aufstieg fordert auch der des Faust seine Opfer. Um die Traumfrau zu erobern, wird er zum Mehrfachmörder. Auch wenn er es schließlich hinaufschafft in die Chefetagen dieser Welt - seelisch endet er in der Hölle und der Teufel hat gut Lachen. Diese Geschichte eines Suchenden, Schwankenden, Zerrissenen, der an seinem Egoismus scheitert, erweist sich als erstaunlich modern. Die Oper ist es nicht nur inhaltlich wert, für die Spielpläne der Gegenwart wieder entdeckt zu werden. Musikalisch gilt das Werk als "Freischütz"-Vorbild von Carl Maria von Weber, der den "Faust" als Dirigent 1816 in Prag erfolgreich aus der Taufe hob.

Service: 24. April, 18 Uhr; Kulturschloss Großenhain, musikalische Leitung: GMD Michele Carulli; Tickets: 03522 505555.

Tipps für April/Mai

17. April, 17 Uhr, "Tubatet Hannover", fünf Tubisten präsentieren verschiedene Länder, Kulturen und Temperamente.
24. April, 10.30 Uhr, "Oster-Brunch", reichhaltiges Buffet rund um Hase, Ei und Lamm.
30. April, 19 Uhr, "Vorhang auf: Revue", Unterhaltungskonzert mit der Neuen Elbland Philharmonie & der Stage School Hamburg.
1. Mai, 17 Uhr, Musical-Welterfolge mit Bettina Weichert und dem Pianisten Christian Garbosnik.