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Farbtupfer und Eigeninitative

Bad Liebenwerda. Drei Jahre "Hier wächst was!" – das hat richtig was bewirkt. Zu dieser Einschätzung kommen weitere Bürgermeister und Amtsdirektoren des Landkreises und würden deshalb die Fortführung der Aktion der Kreisgärtnergruppe, der Sparkassenstiftung "Zukunft Elbe-Elster-Land", die jährlich mit 25 000 Euro bezuschusst hat, und der RUNDSCHAU begrüßen. Frank Claus

Bad Liebenwerdas Bürgermeister Thomas Richter (CDU) sagt es klipp und klar: "Für uns ist Grün in der Stadt nicht nur ein Schmuckelement, sondern wir stehen als Kurstadt da in der Pflicht gegenüber unseren Gästen und Einwohnern." Er sei deshalb "unheimlich dankbar" über die Aktion Unterstützung zu erfahren. "Wir müssen gerade viel Geld für die Beseitigung der Sturmschäden aufbringen, da ist das Nachpflanzen noch nicht einmal berechnet." Momentan bleibe die Kommune auf den Kosten allein sitzen.

"Hier wächst was! hat in unserem Stadtbild viele Farbtupfer gesetzt, die wir ohne Finanzierung und ohne fachlichen Rat nicht umgesetzt hätten. Hier haben auch die kleinen Ortsteile eine Chance, bei der Antragstellung berücksichtigt zu werden. Ein Umstieg auf zwei bis vier Großprojekte würde unsere Chancen zur Umsetzung reduzieren", schreibt Uebigau-Wahrenbrücks Hauptamtsleiter Roland Schrey. Mehr Projekte bedeuten seiner Ansicht nach auch, "dass auch mehr Fachbetriebe in die Projekte einbezogen werden. Viel mehr Teilnehmer werden erreicht und angehalten, sich um ihre Projekte zu kümmern." Bürgermeister Andreas Claus (parteilos) sieht das genauso: "Die Fortführung der Aktion wäre gerade für unsere kleine finanzschwache Kommune mit 21 Ortsteilen wichtig und stärkt darüber hinaus das bürgerschaftliche Engagement und die Eingeninitiative und Eigenverantwortung in den Ortsteilen. Genau das brauchen wir in der Kurstadtregion Elbe-Elster mit dann 44 Ortsteilen!"

"In der Gemeinde Großthiemig hat sich die Verkehrsinsel mit Unterstützung der Stiftung echt herausgeputzt. Insbesondere das entstandene ehrenamtliche Engagement ist zu unterstreichen." Cathleen Imhof kümmere sich mit großem Einsatz. Die Nachhaltigkeit des Projektes werde durch die Gemeinde gewährleistet. "Vor diesem Hintergrund ist eine Fortsetzung der Aktion(en) zu begrüßen. Insbesondere kleinere Vorhaben sollten weiterhin Unterstützung finden", meint Schradenland-Amtsdirektor Thilo Richter.