Die älteste stammte aus dem Jahr 1540.

Ganz so spektakulär ist der neue Fund aber nicht. Ulf Lehmann präsentierte ein Weckglas, vollgestopft mit Geld. Der Jeßnigker Mario Huth, selbst geschichtsinteressiert und Autor des Wörterbuches Jeßnigksch-Deutsch, hatte dieses Glas bei Renovierungsarbeiten in seinem Haus gefunden. Er wollte einen Kamin anschließen und hat dabei das Glas in einem Hohlraum im Schornstein entdeckt. Der "Schatz" besteht aus Geldscheinen aus der Kaiserzeit und hatte einst einen Wert von 10 400 Mark. Der Urgroßvater von Mario Huth, ein gewisser Paul Lorenz, hat das Haus gemeinsam mit seiner Frau im Jahr 1929 neu gebaut und muss den "Schatz" damals eingemauert haben. Die Geldscheine hatten nach der Inflation keinen Wert mehr und taugten lediglich für einen Spaß, der nun über 80 Jahre später entdeckt wurde, so Ulf Lehmann. Das Besondere an dem Fund ist ein dem Geld beigefügter Zettel. "Dem Finder zum Eigen" notierte der Spaßvogel Paul Lorenz an die Nachgeborenen.

Mit dem Weckglas im Schornstein ist nun auch ein Familiengeheimnis gelüftet. Denn hartnäckig hat sich in der Familie von Mario Huth das Gerücht gehalten, der Urgroßvater habe einen Schatz auf dem Grundstück versteckt, erzählt Ulf Lehmann. Die Herzberger Münzfreunde haben sich köstlich amüsiert und hoffen auf weitere Funde.