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| 14:05 Uhr

Offene Gärten
Familiengarten lockt Gäste durch den Wald

Familie Wolgast aus Doberlug-Kirchhain hat sich im großen Garten von Peggy Bulst (l.)  in Hillmersdorf so manche Anregung für die eigene Gartengestaltung geholt.
Familie Wolgast aus Doberlug-Kirchhain hat sich im großen Garten von Peggy Bulst (l.) in Hillmersdorf so manche Anregung für die eigene Gartengestaltung geholt. FOTO: LR / Rudow
Hillmersdorf. Viel Bewunderung gab es für das Domizil der Familie Bulst in Hillmersdorf.

In Hillmersdorf musste man nicht lange danach suchen, wo die Familie Bulst wohnt, die ihren Familiengarten zum Tag der offenen Gärten für al­­­le Interessierten geöffnet hatte. Vor dem Grundstück in der Dorfstraße standen außergewöhnlich viele Autos. Und Peggy Bulst hatte tatsächlich am Samstag und Sonntag kaum eine Minute Ruhe. Am Samstag hatte sie 55 Besucher gezählt, am Sonntag waren es um die Mittagszeit schon mehr als 50. „Viele Besucher haben sich gefreut, dass es die offenen Gärten auch endlich in Elbe-Elster gibt“, sagt sie.

Für den Garten der Familie Bulst mussten die Gäste reichlich Zeit mitbringen. Eineinhalb Hektar groß ist das Grundstück, davon sind etwa ein Hektar Wald, der  naturnah in die Gestaltung mit einbezogen ist. Zuerst führte das Begrüßungsschild am Eingang aber in den top gepflegten Blumengarten am Haus mit vielen verschiedenen Stauden, den gerade wundervoll blühenden Rhododendren und Azaleen und Gehölzen. Weiter führte der Weg in den Gemüsegarten, wo alles wächst, was man für die heimische Küche braucht. Peggy Bulst, die den Garten mit ihrem Mann und der rüstigen 83-jährigen Mutti pflegt, hat neben anderen Accessoires auch lustige Sprüche aufgestellt, als Zeichen dafür, dass in der Natur nicht alles perfekt sein muss. „Hat die Blume einen Knick, war der Schmetterling zu dick“, heißt es da, oder „In meinem Garten gibt es kein Unkraut, das ist Begleitgrün“,

Durch den Wald hatte die Familie Bulst einen Rundgang angelegt und ausgeschildert. Vorbei an einer kleinen Feuerstelle, vielen Sitzgelegenheiten, einem großen Insektenhotel, zahlreichen Naturhecken und neu gepflanzten Rhododendren.

Für die Besucher waren Tische und Stühle aufgestellt. Sie wurden  mit Kaffee, Kuchen oder Erfrischungsgetränken bewirtet. Viele Gäste hatten Fragen an die Gastgeberin. Die Familie Wolgast aus Doberlug-Kirchhain zum Beispiel war mit den Fahrrad unterwegs und hat in Hillmersdorf halt gemacht. Sie suchte Anregungen für den eigenen Garten, der umgestaltet werden soll, konnte alle Fragen loswerden und war voller Bewunderung über das Gartenreich der Familie Bulst. Das hatte sie gemeinsam mit einer Gartenfreundin aus Großkrausnick, die sich zuvor schon den Garten von Barbara Vizethum in Zeckerin angesehen hatte. Auch sie findet die Aktion der offenen Gärten einfach toll, sagt sie.

Peggy Bulst hat etwa vier Wochen in die Vorbereitung des Wochenendes investiert. Aber das hat sie gern getan, sagt sie. Überhaupt sei der Garten ihre große Leidenschaft, dem sie die gesamte Freizeit widmet.

(ru)