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| 18:36 Uhr

Domsdorf
Familienforscher- und Dampftag lockt zahlreiche Gäste zur „Louise“

Die Station der Oberförsterei Senftenberg gab sich viel Mühe, sowohl Kindern als auch Eltern Wissenswertes rund um den Wald und seine Bewohner zu vermitteln.
Die Station der Oberförsterei Senftenberg gab sich viel Mühe, sowohl Kindern als auch Eltern Wissenswertes rund um den Wald und seine Bewohner zu vermitteln. FOTO: Rico Meißner
Domsdorf. Neben dem traditionellen Dampftag der Brikettfabrik mit all seinen Attraktionen hat auch die Schülerakademie Elbe-Elster wieder zum „FamilienForscherTag“ eingeladen. Von Rico Meißner

Wer sich mit seiner Familie am Sonntag nach Domsdorf aufgemacht hat, der hatte bereits im Vorfeld Zeit eingeplant – und das war auch nötig. Neben dem traditionellen Dampftag der „Brikettfabrik Louise“ mit all seinen bekannten Attraktionen hatte auch die Schülerakademie Elbe-Elster wieder zum „FamilienForscherTag“ eingeladen. Die diesjährige Veranstaltung stand dabei unter dem Motto „Entdecke, was sich bewegt“.

Zahlreiche Eltern begannen bereits am frühen Vormittag mit ihrem Nachwuchs die einzelnen Stationen „abzuarbeiten“. Wer an allen zwölf Punkten einen Stempel in seinen Forscherpass erhielt, konnte sich schließlich am Ende sein Forscherdiplom abholen. Wenn man sich den gestellten Aufgaben konzentriert widmete, konnten da leicht drei Stunden zusammenkommen. Viele lokale Akteure hatten dafür Anlaufpunkte aufgebaut, etwa das THW oder die uesa GmbH. Auch das Schülerlabor der BTU Cottbus-Senftenberg war wieder am Start, ebenso wie der Förderverein Naturpark und die Oberförsterei Senftenberg. Jene amüsierte unter anderem mit einem Gewichts- und Größenvergleich. „Ich wiege genau so viel wie 1,5 Rehe“, berichtete ein kleiner Junge stolz. „Und ich springe so weit wie eine Ratte.“

Der Angelsportverein Schwarze Elster Bad Liebenwerda war das erste Mal dabei. „Wir möchten den Kindern Wissenswertes vermitteln“, so Jugendwart Daniela Möhring. Dazu gehörten etwa das Beschriften von Fischflossen und das künstlerische Gestalten von Modellen. Nach kurzer Pause waren auch die Falkenberger Aquarianer wieder vertreten, inklusiv Froschlarven, Schlangenhäuten und Gespenstschrecke. Ein weiteres Highlight waren die Experimente zu Hologrammen und Totalreflektion, angeboten von der „AG Naturwissenschaften“ des Elsterschlossgymnasiums.

Katharina Kauer aus Rückersdorf beispielsweise zeigte sich begeistert von dem Tag an der Brikettfabrik: „Es ist wirklich toll gemacht. Super, was hier alles auf die Beine gestellt wird. Ich könnte nicht entscheiden, was das Schönste war.“

Neben dem Forschertag war auch unter anderem die Transmissionswerkstatt im ehemaligen Fahrradschuppen ein Anlaufpunkt. Betreut von Peter Kroll, der auch darüber informierte, dass diese Sammlung künstlich zusammengestellt sei. „Das hat nichts mit der Louise zu tun. Die Maschinen sind teilweise Spenden oder wurden aus dem Schrott restauriert. Wir haben so die Möglichkeit, den Menschen, die mit dieser Technik nicht aufgewachsen sind, zu zeigen, wie Transmission in natura funktioniert hat.“

Viel Interesse zogen auch die Miniaturmodelle, beispielsweise eines Schaufelradbaggers und die Mineralienbörse in der Kraftwerkshalle auf sich. Der Verein Altes Blech aus Bad Liebenwerda nutzte den Tag ebenfalls, um die  Werbetrommel  für die kommende 5. Pedalrallye im September und den Oldtimer-Brunch an Himmelfahrt zu rühren.

Bei fast schon hochsommerlichem Wetter zeigten sich alle Beteiligten zufrieden mit der Resonanz des Tages. Auch von den Besuchern war kein schlechtes Wort zu hören. Allerdings, auf die Frage „Was gefällt dir am besten?“ antwortete die dreijährige Julia prompt: „Zebras!“ Die gab es nun gerade nicht. Pech gehabt, Frage falsch gestellt.