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Falkenberger Börse macht Lust auf das Hobby

Die Kinder der Falkenberger Aquaristik-Arbeitsgemeinschaft sind als Gastgeber der Aquaristik-Terraristik-Tage natürlich mittendrin im Geschehen. Nicht nur Adrian Gladis (l.) hat ordentlich zu tun. Auch seine Freunde sind eingespannt und helfen, den Andrang zu bewältigen. Das Haus des Gastes scheint aus allen Nähten zu platzen, so gut besucht ist die Börse auch in diesem Jahr.
Die Kinder der Falkenberger Aquaristik-Arbeitsgemeinschaft sind als Gastgeber der Aquaristik-Terraristik-Tage natürlich mittendrin im Geschehen. Nicht nur Adrian Gladis (l.) hat ordentlich zu tun. Auch seine Freunde sind eingespannt und helfen, den Andrang zu bewältigen. Das Haus des Gastes scheint aus allen Nähten zu platzen, so gut besucht ist die Börse auch in diesem Jahr. FOTO: Kunze
Falkenberg. Die diesjährigen 14. Aquaristik-Terraristik-Tage setzen die Folge erfolgreicher Börsen in Falkenberg fort. Das Haus des Gastes ist bis auf den letzten Platz mit Angeboten der Aussteller gefüllt. Die vielen Besucher drängen sich von Stand zu Stand, besuchen Fachvorträge und Workshops. Sylvia Kunze

Der Andrang ist groß. Am Stand der Falkenberger Jungaquarianer, die sich als Gastgeber der Börse auch selbst unter die Aussteller gemischt haben und ihre Nachzuchten verkaufen, wird ohne Pause beraten und verkauft. Adrian Gladis holt konzentriert die gewünschten Fische aus dem Becken. Es ist schon seine fünfte Messe, die er begleiten darf. "Das macht Spaß", berichtet er begeistert. Dass er beim Aufbauen und an den Messetagen selbst helfen kann, ist für ihn ein großes Erlebnis und nicht zu vergleichen mit dem, was den Alltag der Arbeitsgemeinschaft ausmacht. Da fällt es für ihn auch nicht ins Gewicht, dass er wegen des Ansturms, der zu bewältigen ist, jetzt gerade einen Vortrag verpasst, den er sich eigentlich anhören wollte.

"Die Kinder sind alle begeistert bei der Sache", weiß Veit Thieme. Der Kraupaer unterstützt seit einiger Zeit AG-Leiter Jens Helemann bei der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, denn "das ist großartig, was hier nun schon über Jahre gemacht wird", sagt Thieme. Er hat sich ebenfalls schon seit Jahren der Aquaristik verschrieben und begeistert seinen Nachwuchs dafür. Über diesen Weg fand er zur Arbeitsgemeinschaft und ist nun mittendrin im Geschehen.

Ebenso wie nur wenige Meter weiter Roland Köthe von den Bad Dübener Aquarienfreunden. Er schätzt die "freundschaftlichen Begegnungen vor Ort" und ist nun schon mit seinem Vereinskollegen seit sieben Jahren in Falkenberg dabei. "Was hier auf die Beine gestellt wird, dem zolle ich höchsten Respekt", sagt er anerkennend. Köthe muss es wissen. Er kann vergleichen: "Wir veranstalten ebenfalls jährlich eine Fischbörse, bei der die Falkenberger AG regelmäßig zu Gast ist. Am 4. Dezember ist übrigens die nächste. Aber an diese Besucherströme kommen wir nicht annähernd ran."

Die Größe der Messe bestaunt auch Robert Guggenbühl. Er dürfte mit die weiteste Anreise gehabt haben. Er kommt aus der Schweiz und wird gleich über Zwergbuntbarsche Boliviens referieren. Im Vorjahr war er das erste Mal in Falkenberg zu Gast: "Das hat mir mächtig imponiert, was die Jugendgruppe hier auf die Beine stellt. Die macht so viel, da wollte ich einen kleinen Beitrag zum Gelingen ihrer Messe beitragen", meint der Fachmann und ergänzt, dass es in seiner Heimat "so eine hübsche, große Börse" leider nicht gebe.

Aber auch hier sind die Aquaristik-Terraristik-Tage in Falkenberg zu dem Event gewachsen, das Seinesgleichen sucht. Kenner sagen nicht ohne Grund, dass es die Nummer 1 in Ostdeutschland ist. Dementsprechend groß ist der Andrang. So groß, wie in diesem Jahr, war er noch nie, schätzt Jens Helemann als Messe-Chef ein. Schon zwei Stunden nach der Eröffnung kann er den Tombola-Hauptpreis des Tages überreichen. Den nimmt Patrick Schöniger aus Riesa entgegen — ein Jungaquarianer, der sich von seinem Vater fürs Hobby begeistern lässt und gerade sein erstes eigenes Aquarium gewonnen hat. Nicht nur er will nächstes Jahr unbedingt wiederkommen.