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| 16:14 Uhr

Falkenberg
„Am Rittergut“: Klappe, die dritte!

 Nun geht es mit geballter Kraft los. Zum symbolischen Spatenstich hat Investor Stephan Bawey (l.) tatkräftige Hilfe bekommen. Mitgemacht haben Karola Trzmiel vom kreislichen Bauamt, Planerin Annett Hussock, Töchterchen Elisabeth, die Falkenberger Bauamtsleiterin Gundula Manigk, die Landtagsabgeordnete Barbara Hackenschmidt und AWO-Chef Wolfgang Luplow.
Nun geht es mit geballter Kraft los. Zum symbolischen Spatenstich hat Investor Stephan Bawey (l.) tatkräftige Hilfe bekommen. Mitgemacht haben Karola Trzmiel vom kreislichen Bauamt, Planerin Annett Hussock, Töchterchen Elisabeth, die Falkenberger Bauamtsleiterin Gundula Manigk, die Landtagsabgeordnete Barbara Hackenschmidt und AWO-Chef Wolfgang Luplow. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Falkenberg. Nach ehemaligem Rittergut selbst und nachfolgend den Auszugshäusern wird jetzt weitergebaut: diesmal an der einstigen Reichsbahnkita, die an den Stadtpark angrenzt. Der symbolische Spatenstich ist erfolgt. Von Sylvia Kunze

In die alte Kindereinrichtung, die sehr bald nach der Wende geschlossen wurde und seit dem leersteht, soll neues Leben einziehen. Darin sind sich Investor Stephan Bawey von ImmoPlus finance und der AWO-Regionalverband Brandenburg Süd einig geworden. Am Mittwochnachmittag war symbolischer Spatenstich und damit der Auftakt für das gemeinsame Projekt Appartement-Wohnen & AWO-Tagespflege „Am Rittergut“.

Eine Punktlandung. Noch am Tag zuvor hatte der Falkenberger Investor nach eigenen Angaben „bei der Sparkasse den Tresor geplündert, damit es losgehen kann“. Sprich: Die Finanzierung des insgesamt mit 1,4 Millionen Euro veranschlagten Um- und Ausbaus ist vertraglich geregelt worden. Und nur wenige Minuten vor dem symbolischen Akt des Baustarts hatten Frank George, Leiter des kreislichen Bauordnungsamtes, und dessen Mitarbeiterin Karola Trzmiel die Baugenehmigung überreicht.  Beide Seiten lobten die sehr gute, zielorientierte Zusammenarbeit.

„Wir alle haben lange gefeilt und gebastelt, um was Vernünftiges auf die Beine zu stellen. Wir wollen etwas bieten, was es in Falkenberg so noch nicht gibt“, berichtete Stephan Bawey, der sich die AWO Südbrandenburg an seine Seite geholt hat, von einer lange Planungsphase. Herausgekommen ist nun das: Die ehemalige Kita wird künftig betagtere Herrschaften beherbergen. Geplant sind auf den oberen beiden Etagen insgesamt 14 Appartements mit einer durchschnittlichen Größe von etwa 40 Quadratmetern und auf der unteren Etage ein Tagespflegeangebot der AWO, die das gesamte Objekt nach Fertigstellung mieten und betreiben wird.

Am Gebäude selbst geht es vorrangig um eine energetische Sanierung, so Stephan Bawey. Dämmung, Heizsystem und Nutzung regenerativer Energien tragen zur Einsparung von Kohlendioxid bei. „Wir denken also nicht nur sozial, sondern auch umweltbewusst“, betont er. Aufgewertet werden sowohl die Appartements als auch die untere Etage mit großen Fenstern und Türen, Balkonen bzw. einer Terasse in Richtung Stadtpark sowie Barrierefreiheit im gesamten Objekt.

 Die Ansicht in Richtung Stadtpark.
Die Ansicht in Richtung Stadtpark. FOTO: privat

Das sind die rein baulichen Vorhaben. Doch das Wohnprojekt „Am Rittergut“ soll sich noch durch einen anderen, entscheidenden Aspekt von anderen Wohnformen unterscheiden. Der AWO-Regionalverband bietet neben der Tagespflege im unteren Bereich des Hauses auch weitreichenden Service für die Bewohner der Appartements. „Kein Muss. Sondern ein Kann“, betont AWO-Chef Wolfgang Luplow.

Im Vordergrund stehe, das Wohnen in Selbstständigkeit und Eigenverantwortung so lange wie möglich zu ermöglichen. Wenn ein Mieter jedoch Hilfe bei alltäglichen Verrichtungen oder im medizinischen und/oder pflegerischen Bereich benötige, könne er diese gern in Anspruch nehmen. Luplow führt beispielsweise Angebote wie Mittagstisch, Wäsche- und Reinigungsservice, Fahrdienste oder auch Hol- und Bringedienste an. Man könne, wenn man wolle, die Appartements durchaus als eine Form des betreuten Wohnens betrachten - wenn denn deren Bewohner es wünschen. „Das ist ein Plus zum normalen Wohnen“, umschreibt er das favorisierte Modell.

Besondere Würze bekommt das Vorhaben auch vor dem Hintergrund, dass die Stadt den angrenzenden Park aufhübschen will. Erste Gelder sind dafür eingestellt, Fördermittel beantragt. Damit erhält die Wohnlage auch noch einmal perspektivisch eine deutliche Aufwertung. Erste Miet-Anfragen haben Investor und Betreiber jedenfalls schon notiert. Deshalb heißt es nun, zügig zu bauen. Im Frühjahr 2020 ist die Fertigstellung geplant.

 So soll der Eingangsbereich aussehen.
So soll der Eingangsbereich aussehen. FOTO: privat