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| 11:14 Uhr

Falkenberg
Lutz Schaaf schraubt am nächsten Oldtimertreff

 Lutz Schaaf, Organisator des Falkenberger Oldtimertreffens, beim "Basteln". Erst dieser Tage hat er neue Teile erstanden. Längst sind die Pläne geschmiedet, wo er diese wann in seiner Habicht-Farm verbauen kann.
Lutz Schaaf, Organisator des Falkenberger Oldtimertreffens, beim "Basteln". Erst dieser Tage hat er neue Teile erstanden. Längst sind die Pläne geschmiedet, wo er diese wann in seiner Habicht-Farm verbauen kann. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Falkenberg. Die Vorbereitungen laufen gut. Viele Fans wollen dabei sein und nach Falkenberg kommen. Wird es einen neuen Teilnehmerrekord geben? Von Sylvia Kunze

Lutz Schaaf kann den Wonnemonat Mai kaum noch erwarten. Immer wieder hat er in den vergangenen Tagen mal das eine, mal das andere Oldtimerfahrzeug gestartet, um zu testen, ob über den Winter nichts „eingerostet“ ist. Die alten Schätzchen haben ihn nicht enttäuscht. Ihre Motoren schnurren und warten nur darauf, dass es endlich wieder mal auf Fahrt gehen kann.

Ein großer Teil der Freizeit ist aktuell verplant

Am 1. Mai startet die neue Saison. Lutz Schaaf wird den Tag definitiv nutzen, um die erste Ausfahrt zu starten. Auch wenn er eigentlich andere Arbeit hätte. Denn momentan dreht sich ein Teil der Freizeit des Schichtarbeiters wieder um die Vorbereitungen für das nächste Oldtimertreffen in Falkenberg, das Schaaf in Kooperation mit dem städtischen Kultur- und Tourismusverein nun schon zum dritten Mal auf die Beine stellt.

Am 11. Mai wird dazu ab 10 Uhr auf die Wiese hinter dem Haus des Gastes eingeladen. Bestenfalls könnte ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt werden. Schaaf weiß: Viele Oldtimerfans warten schon auf diesen Tag und das Treffen. Er selbst will mit drei Fahrzeugen vorfahren: mit zwei Habichten und einer DKW.

Sein Herz schlägt für den Habicht

Alle Fahrzeuge hat er in mühevoller Kleinarbeit und viel Liebe zum Detail  zu echten Schmuckstücken aufgebaut, von denen man meinen könnte, sie kämen gerade erst vom Band. Dabei haben sie schon Jahre auf dem Buckel und sahen im Ausgangszustand alles andere als passabel aus. Andere hätten die Rudimente der Zweiräder als Schrott bezeichnet. Schaaf hat ihnen ein neues Leben gegeben.

Seine Herz schlägt für die Mopeds der Marke Habicht. Fünf solcher Fahrzeuge hat er in seiner Habicht-Farm, wie er lachend die kleine Werkstatt über’n Hof nennt, schon aufgebaut. „Im kommenden Winter geht es an das Sechste“, berichtet er und schiebt nach: „Ich kann es eben nicht lassen.“ Die nötigen Teile sammelt er nach und nach auf Märkten zusammen. Erst kürzlich ist er in Torgau wieder fündig geworden.

Solche Ausflüge zu Teilemärkten nutzt er auch für Werbung in eigener Sache: „Bei der Gelegenheit habe ich gleich Flyer für unser Treffen verteilt und mit Anbietern gesprochen und sie nach Falkenberg eingeladen. Einige Händler für den Teilemarkt, den es beim Oldtimertreffen ebenfalls geben soll, haben sich schon angemeldet und ihr Kommen zugesagt. Es können aber gern noch mehr werden“, lässt er wissen.

Gedanklich füllt sich der Platz immer mehr

Gedanklich füllt sich bei ihm der Platz Stück für Stück, „denn es ist in allen Himmelsrichtungen Bewegung“, verrät er. Willkommen ist grundsätzlich jeder Oldtimer, ob zwei- oder vierrädrig. Anmeldungen im Vorfeld sind nicht nötig. „Aber am Tag selbst schon. Denn nicht angemeldete Fahrzeuge können wir bei der Preisvergabe nicht berücksichtigen“, erklärt Schaaf.

Preise, die Pokale stehen dafür schon bereit und sind von der Sparkasse Elbe-Elster gesponsert, soll es mindestens vier geben: für das schönste Fahrzeug bis 50 Kubikmeter, für das schönste Fahrzeug über 50 Kubikmeter, für die imposanteste vierrädrige Karosse sowie einen Sonderpreis. Der soll für den Oldtimer vergeben werden, der mit besonderer Raffinesse überrascht.

Der Falkenberger lässt darüber hinaus wissen, dass das Organisatorenteam auch in Sachen Versorgung der Gäste noch einmal im Vergleich zum Vorjahr eine Schippe draufgelegt habe. Essen und Getränke sollten ausreichend Abwechslung bieten können sowie diesmal für alle Gäste reichen. Der Rehfelder „Hufschlag“ kümmert sich um die flüssigen Angebote und will mit zwei Gulaschkanonen anrücken. Eis-Winter aus Uebigau ist bestellt, und die Bäckerei Getzschmann kümmert sich um die süßen Verlockungen zur Kaffeezeit.